Sterbehilfe für Opel aus Paris

Opel steht vor drastischen Einschnitten. Eine staatliche Sterbehilfe aus Paris hat der Traditionshersteller sicher nicht verdient.
Opel steht vor drastischen Einschnitten. Eine staatliche Sterbehilfe aus Paris hat der Traditionshersteller sicher nicht verdient.
Foto: Focke Strangmann/Sascha Schuermann/dapd

Und wieder weht ein Hauch Wilder Westen über den Atlantik: Wochenlang hüllt sich das GM-Management in den Sanierungs- und Tarifverhandlungen in Schweigen, sodann laufen die Gespräche mühsam wieder an – und prompt konkretisieren die Amerikaner ihre Pläne zur Zusammenarbeit mit dem französischen PSA-Konzern. Die aber werden weitreichende Folgen für die europäischen Standorte bis hin zu Schließungen haben. So geht man nicht mit Partnern um, auch nicht mit Tarifpartnern.

Bislang haben die US-Manager in Ermangelung einer Wachstumsstrategie Werke innerhalb des Konzerns gegeneinander ausgespielt. Nun kommen auch noch die PSA-Fabriken als Variable ins Spiel. Abstrus und ebenso anti-europäisch wie anti-marktwirtschaftlich ist es, wenn jetzt der französische Staat mit Milliarden-Subventionen PSA-Werke absichern will. Opel steht vor drastischen Einschnitten. Eine staatliche Sterbehilfe aus Paris hat der Traditionshersteller sicher nicht verdient.

 
 

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