Steinbrück, der Selbstverkäufer

Peer Steinbrück verhielt sich marktkonform, wenn er Geld für eine Leistung kassierte.
Peer Steinbrück verhielt sich marktkonform, wenn er Geld für eine Leistung kassierte.
Foto: dapd/Mario Vedder

Peer Steinbrück ist ein genialer Selbstverkäufer. In nur drei Jahren verdiente der Sozialdemokrat mit Vorträgen rund 1,25 Millionen Euro. Solche Dimensionen kennen normale Bürger allenfalls aus Tagträumen von einem Lottogewinn.

Steinbrück verhielt sich marktkonform, wenn er Geld für eine Leistung kassierte. Es gibt keinen Grund, ihn ethisch zu verurteilen. Und doch macht es einen Unterschied, ob einer von der FDP oder von der SPD 1,25 Millionen kassiert. Den Unterschied machen unterm Strich die Wähler aus. Viele Anhänger der Partei der kleinen Leute werden sich fragen, ob ihr Kandidat ei­ne Vorstellung von ihrem Leben hat.

Union und FDP wollen Steinbrück diskreditieren. Diese Doppelmoral ist zum Schreien. Steinbrück setzt gerade Maßstäbe, als Redner, als ein Vermittler von Politik – und auch in Punkto Transparenz. Das sollte man ihm erst mal nachmachen.

 
 

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