Portigon

Sinn für Kunst, Sinn für Politik

Um die Pleite von Portigon zu verhindern, jener Nachfolgerin der Zocker-Bank WestLB, hat das Land NRW allein im Jahr 2012 eine Milliarde Euro aufwenden müssen. Wenn man für dieses Geld Kunst gekauft hätte, wäre es nicht nur noch da, es hätte sich sogar vermehrt.

Im Vergleich dazu handelt es sich bei der Portigon-Kunstsammlung, die der Finanzminister so gern verscherbelt sähe, jedenfalls um Peanuts. Der Versicherungswert liegt bei 28 Millionen Euro, je nach Auktion ließe sich mit den Glanzstücken vielleicht das Doppelte erlösen.

Was nichts daran ändert, dass da eine Landesregierung mit einem fast banausisch anmutenden Kunstverständnis erst auf die Idee kam, die Kunst im Land zu halten und dafür Sponsoren zu suchen, als ein Aufschrei der Empörung quer durch die Republik ging. Diese Rufschädigung hätte man sich ersparen können.

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