Schrecken ohne Ende

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ie BLB-Affäre wird zum Schrecken ohne Ende. Nach fünf Jahren Ermittlungsarbeit kann die Staatsanwaltschaft bisher nur gegen drei von 36 Verdächtigen Anklage erheben: Der schwer zu durchdringende Dschungel im Landesbetrieb macht die Suche nach der Wahrheit zur Mammutaufgabe. Für Ex-BLB-Chef Tiggemann dürfte die Luft aber mit der Anklageschrift deutlich dünner werden. Der BLB leidet unter dem Geburtsfehler einer mangelnden Kontrolle. Überforderte Manager trieben politisch gewollte Bauprojekte voran – offenbar ohne Rücksicht auf Preise und Kosten. Das Duisburger Landesarchiv ist ein Paradebeispiel für öffentliches Missmanagement.

Für Fehler, Pannen und Kostensteigerungen bei Bauprojekten können die BLB-Manager juristisch sicher nicht belangt werden. Falls einzelne den Landesbetrieb aber als Selbstbedienungsladen missverstanden haben, wird es Zeit, sie zur Rechenschaft zu ziehen. Der Landesbetrieb verwaltet das Geld der Steuerzahler.

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