Nur Merkel scheint die Ruhe selbst

Unterm Weihnachtsbaum möchte sich auch Angela Merkel für ein paar Tage entspannen. Natürlich weiter als deutsche Kanzlerin, schließlich will sie am 17. Dezember vom Bundestag in ihre dritte Amtszeit gewählt werden. Zuviel der Erwartungen im Unions-Lager? Lässt man die dröhnenden sozialdemokratischen Töne der letzten Tage wirken, könnte Merkel unruhig werden. Allzu deutlich kristallisiert sich der Unmut der SPD-Basis über die schwierigen Gespräche mit den ungeliebten Christdemokraten heraus. Und entscheiden werden die Mitglieder über eine Koalition - aus dieser Nummer kommt die SPD-Führung nicht mehr heraus.


Unruhige Tage für Parteichef Gabriel, der sich jetzt auch noch gegen forsche Verbrüderungs-Töne aus der Linkspartei und versteckte Avancen der Grünen an die Kanzlerin wehren muss. Da kann sich der trotz aller Widerstände für ein schwarz-rotes Bündnis kämpfende Chef der Sozialdemokratie eher auf Merkel verlassen. Mindestlohn, Doppelpass, Rentenerhöhung für Geringverdiener? Kriegen wir zusammen hin, signalisiert sie nicht nur dem Verhandlungspartner, sondern auch den eigenen Reihen. Merkel eben: Nicht verzagen, „Mutti“ fragen.

 
 

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