Nachtstrom – nur noch ein Ärgernis

Ulf Meinke
Nachtspeicher-Heizungen galten einmal als Wärmequelle der Zukunft. Sie haben sich aber als teure Fehlinvestition entpuppt.
Nachtspeicher-Heizungen galten einmal als Wärmequelle der Zukunft. Sie haben sich aber als teure Fehlinvestition entpuppt.
Foto: Volker Speckenwirth

Nachtspeicher-Heizungen galten einmal als Wärmequelle der Zukunft. Klingt es nicht einleuchtend? Es wird weniger Strom verbraucht, wenn die Menschen schlafen. Um die Kraftwerke gleichmäßig auszulasten, wollten die Energiekonzerne den Strom in der Nacht preisgünstiger liefern. Heizungen sollten die Wärme speichern und über den Tag verteilt abgeben.

Ja, eine schöne Idee, die sich aber aus Sicht Tausender Menschen als teure Fehlinvestition entpuppt hat. Wer große Hoffnungen hatte, wurde bitter enttäuscht. Beinahe ohnmächtig müssen Wärmestrom-Kunden nun erleben, wie die Preise in die Höhe schnellen.

Besonders ärgerlich ist, dass ein schneller Wechsel zu einem günstigeren Anbieter meist unmöglich ist. Das muss sich ändern. Politik und Wettbewerbshüter sind gefragt. Die Verbraucher in ihrer Not allein zu lassen, wäre einfach unfair. Ein Vorschlag: Wie wäre es mit einer Abwrackprämie für Nachtspeicher-Heizungen?