Mit Bildung durch die Krise

Dem neuen OECD-Bildungsbericht zufolge verdienen Akademiker in Deutschland im Schnitt 74 Prozent mehr als Facharbeiter.
Dem neuen OECD-Bildungsbericht zufolge verdienen Akademiker in Deutschland im Schnitt 74 Prozent mehr als Facharbeiter.
Foto: Thomas Frey
Die OECD bescheinigt Deutschland eine „Abwärtsmobilität“. So nennen es Bildungsforscher, wenn die Eltern studiert haben, das Kind aber „nur“ eine berufliche Ausbildung absolviert. Aber ist etwa der Arztsohn, der Zahntechniker wird, ein Versager, der die Quote ruiniert?

Ein erschreckender Befund: Die OECD bescheinigt Deutschland eine gefährliche „Abwärtsmobilität“. So nennen es Bildungsforscher, wenn die Eltern studiert haben, das Kind aber „nur“ eine berufliche Ausbildung absolviert. In der OECD-Logik sind das Bildungsabsteiger. Aber ist etwa der Arztsohn, der Zahntechniker wird, ein Versager, der die Quote ruiniert? Diese zahlenfixierte Sichtweise greift zu kurz.

Das Handwerk sucht dringend nach Auszubildenden, für sie dürften die Perspektiven eher besser als schlechter werden. Zumal auch die OECD einräumt, dass Deutschland weit besser als andere Länder durch die Wirtschaftskrise gekommen ist – auch Dank des dualen Systems. Was allerdings Anlass zur Sorge sein darf, ist die enorme Einkommenskluft zwischen akademisch und beruflich Gebildeten. Ein Trend, der sich durch die wachsende Nachfrage nach Fachkräften aber wieder abschwächen könnte.

 
 

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