Merkels schwieriger Gast

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) empfängt in Berlin im Ehrenhof des Bundeskanzleramtes den ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) empfängt in Berlin im Ehrenhof des Bundeskanzleramtes den ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi.
Foto: dapd

Und wieder steht die Kanzlerin neben einem schwierigen Gast und vor schwierigen Fragen: Kann man dem ägyptischen Präsidenten Mursi trauen? Darf, kann oder muss man sogar ihn unterstützen? Oder sollte man einen Bogen machen um den Muslimbruder?

Erstens: Präsident Mursi ist demokratisch legitimiert. Zweitens: Er vertritt das wichtigste Land der Region. Drittens: Es gibt derzeit niemanden, der ihn ersetzen könnte.

Ägypten steht vor gewaltigen Herausforderungen: Arbeitslosigkeit, Armut und Staatsverschuldung wachsen in rasantem Tempo, die unterschiedlichen Kräfte des Landes stehen sich unversöhnlich gegenüber. Merkel tut gut daran, mit Mursi das Gespräch zu suchen, ihn auf internationaler Bühne zu unterstützen. Es ist nicht sicher, dass das Land den Weg von der Diktatur in die Demokratie schafft, aber es bleibt wünschenswert.

 
 

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