Mehr Sicherheit kostet Geld

Polizeiarbeit braucht Profis und keine Amateure: Wer wollte diesem Argument aus NRW gegen den von Bundesinnenminister Thomas de Maizière geforderten Einsatz von Behelfspolizisten bei der Jagd auf Einbrecher widersprechen? Wer nach privaten Hilfssheriffs ruft, die mit scharfen Waffen durch unsere Wohnbezirke patrouillieren, schielt allzu offen auf das stille Kopfnicken einer verunsicherten Bevölkerung. Und er propagiert Billiglösungen. Nachhaltige Konzepte gegen professionell operierende Einbrecherbanden jedenfalls sehen anders aus.

Doch statt seinen Bundeskollegen zu kritisieren, sollte NRW-Minister Jäger den Bürgern lieber reinen Wein einschenken. Denn auch an Rhein und Ruhr ist keine Strategie in Sicht, wie man steigenden Einbruchszahlen und sinkenden Aufklärungsquoten dauerhaft begegnen will. Zwar hat Rot-Grün den jahrelangen Personalabbau bei der Polizei inzwischen gestoppt und will deutlich mehr ausbilden. 2000 angehende Polizeikräfte beginnen im September ihren Dienst. Bis fertige Beamte auf die Straße kommen, vergehen freilich noch Jahre. Und: Wer Profis will, darf nicht amateurhaft bezahlen. Mehr Sicherheit kostet Geld, das dann an anderer Stelle fehlt. Auch das müsste man dem Steuerzahler erklären.

 
 

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