Mehr als eine Terrordrohung

Pegida-Chef Lutz Bachmann war wegen Drogenhandels zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden.
Pegida-Chef Lutz Bachmann war wegen Drogenhandels zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden.
Foto: Arno Burgi/Archiv
Morddrohungen seitens des IS werden die Macher der Pegida-Demos und deren Teilnehmer darin bestärken, auf die Straße gehen zu wollen.

Essen.. Wer gedacht hatte, dass es mit den Pegida-Demos bald schon vorbei sein werde, weil sich die Bewegung mangels inhaltlicher Substanz tot läuft, dürfte spätestens seit gestern eines wissen: Er lag falsch. Die Morddrohungen, ausgestoßen offenbar von Anhängern des Islamischen Staates, werden die Macher der Pegida-Demos und deren Teilnehmer darin bestärken, auf die Straße gehen zu wollen. Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass die Islamisten nach dem Abendland trachten: Bitte sehr, hier ist er, werden sie betonen – und dafür sorgen, dass der Riss, der durch unsere Gesellschaft geht, dauerhafter und auch tiefer wird.

Dass die Polizei in Dresden wegen der Terrordrohungen sämtliche Demos verboten hat, ist aber auch in anderer Hinsicht bedenklich. Die Terroristen haben das Recht auf Meinungsfreiheit ausgehebelt. Das ist nicht weniger als ein Angriff auf das Grundgesetz und unsere demokratische Gesellschaft.

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