Leistungskontrolle mit Augenmaß

Wenn ein Versicherter eine Leistung nicht bewilligt bekommt, kann er Widerspruch einlegen. Das Patientenrechtegesetz hat die Versicherten hier gestärkt.
Wenn ein Versicherter eine Leistung nicht bewilligt bekommt, kann er Widerspruch einlegen. Das Patientenrechtegesetz hat die Versicherten hier gestärkt.
Foto: Oliver Berg/dpa
Es ist richtig, dass die Kassen nicht jede Leistung einfach abnicken. Doch das darf nicht zu übertriebenem Sparen führen. Kontrollen sind angebracht, müssen aber mit Augenmaß erfolgen.

Wie unangenehm. Da kann man wegen einer Erkrankung nicht arbeiten, doch die Krankenkasse hat Zweifel. Sie hakt nach. Gerade psychisch Erkrankte belastet das. Dennoch ist es richtig, dass die Kassen nicht jede Leistung einfach abnicken.

Mitschuld daran, dass die Kassen viele negative Bescheide ausstellen, hat die Politik. 2007 hat die Große Koalition den Zusatzbeitrag eingeführt. Als die ersten Kassen den Obolus einzogen, flüchteten viele Versicherte. Folglich unternehmen die Versicherer alles, um keine Zusatzbeiträge erheben zu müssen. Doch das darf nicht zu übertriebenem Sparen führen. Kontrollen sind angebracht, müssen aber mit Augenmaß erfolgen. Wenn ein Versicherter eine Leistung nicht bewilligt bekommt, kann er Widerspruch einlegen. Das Patientenrechtegesetz hat die Versicherten hier gestärkt. Es ist es an der Zeit, dass die Bürger davon mehr Gebrauch machen.

 
 

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