Längst nicht auf der sicheren Seite

Torsten Droop
Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Körperverletzung gegen CDU-Mann Sensburg sind laut Staatsanwaltschaft doch nicht abgeschlossen.
Die Ermittlungen wegen des Verdachts der Körperverletzung gegen CDU-Mann Sensburg sind laut Staatsanwaltschaft doch nicht abgeschlossen.
Foto: Ralf Rottmann

Patrick Sensburg durfte bis zum Bekanntwerden der Prügelvorwürfe als Hoffnungsträger bezeichnet werden. In der CDU strebte er zielstrebig nach oben und übernahm den Vorsitz des NSA-Untersuchungsausschusses. Das ist einer mit Potenzial, dachten nicht wenige, und sicher auch Sensburg selbst.

Wie gesagt: bis zum Bekanntwerden der Vorwürfe. Danach lief es unrund für den Sauerländer, weil Gerüchte kursierten und dann die Staatsanwaltschaft Vorermittlungen aufnahm.

Dass der Druck hoch war, machte sein Auftritt auf dem CDU-Kreisparteitag in Meschede klar: Warum sonst hätte er siegesgewiss kundgetan, dass die Ermittlungen quasi eingestellt seien – statt still abzuwarten und die Staatsanwaltschaft diesen Job machen zu lassen.

Dass sie nun ihre Arbeit fortsetzt, meinte Sensburg sogleich öffentlich kritisieren zu müssen: Der Druck muss tatsächlich hoch sein. Sensburgs Fallhöhe ist es nicht minder.