Keine ideale Wahl

Hinter der Wahl von Tom Buhrow zum neuen WDR-Intendanten steckt die Hoffnung, dass er nicht nur reden kann, sondern auch zuhören.
Hinter der Wahl von Tom Buhrow zum neuen WDR-Intendanten steckt die Hoffnung, dass er nicht nur reden kann, sondern auch zuhören.
Foto: Jörg Carstensen/dpa
Tom Buhrow kann Programm, aber kein Management. Dass sich der Rundfunkrat letztlich für den Tagesthemen-Moderator entschied, hat viel mit der Stärke des künftigen WDR-Chefs zu tun: Kommunikation.

Keiner der drei Kandidaten wäre eine Idealbesetzung gewesen als WDR-Intendant – egal ob Stefan Kürten, Jan Metzger oder Tom Buhrow. Jedem Bewerber fehlte etwas. Kürten und Metzger können Manager, aber kein Programm, Buhrow kann Programm, aber kein Management. Dass sich der Rundfunkrat letztlich für den Tagesthemen-Moderator entschied, hat viel mit der Stärke des künftigen WDR-Chefs zu tun: Kommunikation. Dahinter steckt die Hoffnung, dass Buhrow nicht nur reden kann, sondern auch zuhören.

Zudem verbindet sich mit dem neuen Führungsmann die Hoffnung, dass er einerseits als ARD-Mann auf dem WDR-Ticket Stallgeruch mitbringt, aber andererseits als Moderator aus Hamburg auch genügend Distanz hat, um verkrustete Strukturen im Sender aufzubrechen. Denn eines ist sicher: Ein Weiter-so verbietet sich. Der digitale Wandel krempelt die gesamte Medienlandschaft um. Deshalb müssen die Rundfunkgebühren neu legitimiert werden – bei Alten wie bei Jungen.

 
 

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