Hoch lebe der König!

Für uns Deutsche, vor allem für die von uns, die in der Grenzregion leben, wird’s heute mal wieder ein Tag, um genauer hinzuschauen zum Nachbarn. Schließlich verbindet uns ja deutlich mehr als die (ähnliche) Sprache, das frische Pils, der Goudakäse oder das Fahrrad.
Für uns Deutsche, vor allem für die von uns, die in der Grenzregion leben, wird’s heute mal wieder ein Tag, um genauer hinzuschauen zum Nachbarn. Schließlich verbindet uns ja deutlich mehr als die (ähnliche) Sprache, das frische Pils, der Goudakäse oder das Fahrrad.
Foto: Jan Woitas/dpa
Willem-Alexander Claus George Ferdinand van Oranje-Nassau steht künftig an der Spitze des Staates, verwandelt den Koniginnendag, den Nationalfeiertag, vom nächsten Jahr an in den Koningsdag. Gefeliciteerd, Nederland! Glückwunsch, Niederlande!

Gefeliciteerd, Nederland! Glückwunsch, Niederlande! Schließlich feiert unser kleines, sympathisches Nachbarland am Dienstag ja nicht irgendetwas. Ein neuer König besteigt den Thron: Willem-Alexander Claus George Ferdinand van Oranje-Nassau steht künftig an der Spitze des Staates, verwandelt den Koniginnendag, den Nationalfeiertag, vom nächsten Jahr an in den Koningsdag. Seinen „Untertanen“ wird’s egal sein: Sie lieben ihr Königshaus, die Zustimmungswerte in Umfragen liegen immer bei über 90 Prozent. Eine Monarchie ist nicht mehr zeitgemäß? Von wegen: Es lebe Beatrix, es lebe Willem-Alexander. Hup, Holland, Hup!

Für uns Deutsche, vor allem für die von uns, die in der Grenzregion leben, wird’s heute mal wieder ein Tag, um genauer hinzuschauen zum Nachbarn. Schließlich verbindet uns ja deutlich mehr als die (ähnliche) Sprache, das frische Pils, der Goudakäse oder das Fahrrad. genügt allein schon ein kurzer Blick in die Geschichte, um in langen Jahrhunderten deutsch-holländische Verbindungen in Königs- und Fürstenhäusern zu erkennen. Bis zum heutigen Tag übrigens.

Und ja, natürlich gehört auch die Schreckenszeit der deutschen Besatzung zu diesem besonderen Verhältnis. „Ik wil mijn fiets terug“, „Ich will mein Fahrrad zurück“, war das geflügelte Wort der geschundenen Menschen nach der Befreiung von den Nazis. Ein Satz, der so viel mehr sagte als auf den ersten Blick sichtbar. Der den Blick wieder nach vorne richtete: stolz und hoffnungsfroh.

68 Jahre danach ist das kleine Königreich ein modernes und wohlhabendes Land. Vielleicht ist diese typische Liberalität der 70er und 80er Jahre nicht mehr so stark spürbar, die Weltoffenheit ein wenig einer konservativeren Grundordnung gewichen (Rechtspopulist Wilders wurde mittlerweile aber auch wieder auf Normalmaß gestutzt) – aber die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft der Niederländer ist nach wie vor sprichwörtlich. Und ihre Fußballer, dieser Torgigant Huntelaar oder der wieselflinke Robben etwa, einfach großartig. Ach so: Die Nummer mit den gelben Nummernschildern vergessen wir heute mal. Gefeliciteerd Nederland!

 
 

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