Franzosen machen Champagner auf

Auf knapp 30 bis 40 Milliarden sind die Kosten für den nötigen Netzausbau veranschlagt.
Auf knapp 30 bis 40 Milliarden sind die Kosten für den nötigen Netzausbau veranschlagt.
Foto: Martin Gerten/dpa
Die Energiewende in Deutschland hat ein Preisschild, auf das der Umweltminister eine Billion Euro bis in die 2030er Jahre geschrieben hat. Europäische Wettbewerber haben die Nachteile nicht. Dennoch prüft die EU Wettbewerbsverzerrungen. Französische Stahlkocher machen den Champagner auf.

Es ist wie es immer ist, wenn der Staat mit Subventionen massiv in die Wirtschaft eingreift: Gut gemeint ist lange noch nicht gut gemacht. Und ist einmal Schieflage im System, pflanzt sich ein Fehler unweigerlich fort. Ausnahmeregelungen und neue Subventionen sind dann meist Mittel der Hilflosigkeit, um unliebsame Folgen zu mildern.

Die Energiewende in Deutschland hat ein Preisschild, auf das der Umweltminister eine Billion Euro bis in die 2030er Jahre geschrieben hat. Das will bezahlt sein, bis 2022 sind demnach 680 Milliarden Euro zugesagt allein für die Öko-Umlage namens Einspeisevergütung.

Auf knapp 30 bis 40 Milliarden sind die Kosten für den nötigen Netzausbau veranschlagt. Der Verteilungskampf ist in vollem Gange: zwischen Stromkunden (und Wählern), der Erneuerbaren-Branche, den energieintensiven Unternehmen, die in Deutschland Spitzenpreise bezahlen.

In diesem Wissen wurden sie (siehe oben) von deutschen Netzentgelten befreit. Europäische Wettbewerber haben die Nachteile nicht. Dennoch prüft die EU Wettbewerbsverzerrungen. Französische Stahlkocher machen den Champagner auf.

 
 

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