Folgenschwere Schlamperei

Intensivstation im Krankenhaus. Eine Klinik im Raum Bremen hat offenbar einen Patienten vorschnell für hirntot erklärt. Die Organspende-OP wurde laut Medienberichten abgebrochen.
Intensivstation im Krankenhaus. Eine Klinik im Raum Bremen hat offenbar einen Patienten vorschnell für hirntot erklärt. Die Organspende-OP wurde laut Medienberichten abgebrochen.
Foto: dpa
Vor einer Organentnahme muss der Hirntod von zwei Ärzten unabhängig voneinander festgestellt werden. Eigentlich eine ausreichend sichere Praxis.

Was sich da im Operationssaal eines Krankenhauses bei Bremen zugetragen hat, ist ein Alptraum. Für alle Patienten, die eh schon mit einem mulmigen Gefühl ins Krankenhaus gehen. Für alle Ärzte, die sich nun noch öfter mit pauschal gegen sie erhobenen Zweifeln seitens ihrer Patienten und deren Angehörigen auseinandersetzen müssen.

Am schlimmsten dürften die Folgen aber wieder einmal für die Menschen sein, die seit Jahren auf ein passendes Spenderorgan warten. Die Spendenbereitschaft der Deutschen ist sowieso nicht sonderlich ausgeprägt – durch Vorfälle wie diesen wird sie noch weiter abnehmen.

Vor einer Organentnahme muss der Hirntod von zwei Ärzten unabhängig voneinander festgestellt werden. Eigentlich eine ausreichend sichere Praxis, die sich bewährt hat. In Bremen ist schlicht geschlampt worden. Mit katastrophalen Folgen für Tausende Kranke.

EURE FAVORITEN

Weitere interessante Artikel