Es steht viel auf dem Spiel

Von einem befangenen Minister Gabriel sprechen Richter, von Amtsmissbrauch die Grünen. Die Fusion von Edeka und Kaiser’s steckt in der Sackgasse.

Was als normaler Unternehmensverkauf gestartet war, nimmt Formen einer Staatskrise an. Von einem befangenen Minister Gabriel sprechen Richter, von Amtsmissbrauch die Grünen. Und das politische Berlin stellt bereits die Frage, ob der SPD-Chef wegen des Supermarkt-Deals den Sommer in seinen Ämtern überstehen wird. Die Fusion von Edeka und Kaiser’s Tengelmann steckt in der Sackgasse.

Die Beteiligten scheinen aber entschlossen, den umstrittenen Zusammenschluss durchzuziehen. Markus Mosa, Chef des Edeka-Imperiums, hat persönlich die Verhandlungen mit Verdi geführt und dabei teure Kröten geschluckt. Fünf Jahre Arbeitsplatzgarantie – wo gibt es so etwas heute noch?

Mosa hat sich massive Zugeständnisse abringen lassen, um die Richter gnädig zu stimmen, damit sie den Weg für die Supermarkt-Fusion doch noch frei machen. Vor dem Deal stand Edeka noch auf der Schwarzen Liste von Verdi, weil der Verbund nicht zum Flächentarifvertrag gehört und nach Lesart der Gewerkschaft Nachholbedarf bei der Mitbestimmung hat. Für alle Beteiligten steht viel auf dem Spiel.

 
 

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