Entwicklungshilfe Sport

Für ein Bundesland, in dem manche ernsthaft nach einer Bewerbung für die Olympischen Spiele rufen, sind die Ergebnisse der Wuppertaler Studie zu den Sportstätten im Land ganz schön peinlich. Wir haben hier ja praktisch schon die Infrastruktur für Olympia, tönen die Optimisten. Aber die schmucken Stadien für den Spitzensport, um die uns die Welt beneidet, verstellen den Blick auf die triste Wirklichkeit. Dort, wo normale Bürger Volley- und Handball spielen, wo Schüler turnen und sich Vereine engagieren, gammeln Wände, Decken und Bodenbeläge vor sich hin.

Der Investitionsstau trifft vor allem Menschen in den großen Städten. Dort sind viele Hallen nicht nur marode, es gibt außerdem zu wenige. NRW ist also nicht damit gedient, dass Fördergeld für den Sport flächendeckend „mit der Gießkanne“ verteilt wird. Die Hilfe muss die Richtigen erreichen. Die Forscher machen da einen guten Vorschlag: ein „Sonderprogramm Turn- und Sporthallen in Großstädten“.

Was übrigens gar nicht geht, ist das Verstecken von Sport-Fördermitteln im kommunalen Haushalt. Es ist wohl nicht zu viel verlangt, dass ein Empfänger klar dokumentiert, wofür genau er dieses Geld verwendet. Das Land mit den olympischen Ambitionen könnte sich auf diese Weise schon mal in Transparenz üben.

 
 

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