Energiewende frisst ihre Kinder

Misst man Erfolg daran, wie viele Kraftwerke auf Basis von Steinkohle und Gas in die Unwirtschaftlichkeit getrieben wurden, dann hat die Windenergie-Lobby recht.
Misst man Erfolg daran, wie viele Kraftwerke auf Basis von Steinkohle und Gas in die Unwirtschaftlichkeit getrieben wurden, dann hat die Windenergie-Lobby recht.
Foto: Marius Becker/dpa
Die entfesselte Öko-Umlage führt zu einer gewaltigen unkontrollierten Wertevernichtung. Und die kommt nun mit Macht in den Kommunen an. Die Leidtragenden sind einmal mehr die Bürger.

Der Freitag wirft ein selten grelles Schlaglicht auf die Folgen der Energiewende. Da meldet der kommunale westfälische Energieversorger Enervie mal so eben seinen kompletten Kraftwerkspark zur Stilllegung an, weil ein Weiterbetrieb 30 Millionen Euro im Jahr versenken würde. Und zugleich verkündet der Bundesverband Windenergie, wie toll sich das Erneuerbare-Energien-Gesetz bewährt habe und wie erfolgreich Einspeisevorrang und garantierte Mindestpreise doch waren. Misst man Erfolg daran, wie viele Kraftwerke auf Basis von Steinkohle und Gas in die Unwirtschaftlichkeit getrieben wurden, dann hat die Windenergie-Lobby recht.

In Wahrheit führt die entfesselte Öko-Umlage zu einer gewaltigen unkontrollierten Wertevernichtung. Und die kommt nun mit Macht in den Kommunen an. Dividendenhalbierung von RWE, Probleme mit der eigenen Erzeugung, alsbald enorme Ausfälle bei der Gewerbesteuer. Die Leidtragenden sind einmal mehr die Bürger. Die werden es später auch sein, die mit ihrer Stromrechnung für die Bereitstellung der unwirtschaftlichen Kraftwerke zahlen müssen. Denn ohne geht es (noch lange) nicht. Der Gipfel der Absurdität ist, dass auch Pumpspeicherkraftwerke vom Netz gehen. Die Energiewende frisst ihre Kinder.

 
 

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