Einmischung in den Arbeitskampf

Der Privatmann Gabriel sagt etwas zum Kita-Streik, während sich der Minister nie in einen Tarifstreit einmischen würde. Denn: Dieses Einmischen in Arbeitskämpfe ist eigentlich verboten.
Der Privatmann Gabriel sagt etwas zum Kita-Streik, während sich der Minister nie in einen Tarifstreit einmischen würde. Denn: Dieses Einmischen in Arbeitskämpfe ist eigentlich verboten.
Gabriel hat ja Recht, wenn er sagt, dass Erzieherinnen mehr Wertschätzung verdienten. Nur: Dieses Einmischen in Arbeitskämpfe ist eigentlich verboten.

Sigmar Gabriel ist gleichzeitig Wirtschaftsminister, Vizekanzler und SPD-Chef. Darüber hinaus hat er für sich eine weitere Rolle entdeckt: die als Privatmann. Der Privatmann darf, was der Minister, Vizekanzler und Parteichef nicht darf. Zum Beispiel, sich in eine Pegida-Diskussion setzen. Der Privatmann Gabriel sagt etwas zum Kita-Streik, während sich der Minister nie in einen Tarifstreit einmischen würde.

Gabriel hat ja Recht, wenn er sagt, dass Erzieherinnen mehr Wertschätzung verdienten. Nur ist das am Vorabend eines Erzieherinnen-Streiks eben auch die größtmögliche Einmischung. Dieses Einmischen in Arbeitskämpfe ist eigentlich verboten. Aber das scheint keinen mehr zu interessieren.

Beim Bahn-Streik tut die Politik schon gar nicht mehr so, als sei sie unbeteiligt. Gabriel, Dobrindt, Merkel üben Druck aus im Arbeitskampf der GDL. Etwas mehr Zurückhaltung stünde diesen Amtsträgern – und Privatleuten – gut.

 
 

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