Ein Zeichen der Solidarität

Einige Tausend Menschen strömten zur Kundgebung gegen Antisemitismus am Brandenburger Tor in Berlin, zu der der Zentralrat der Juden aufgerufen hatte.
Einige Tausend Menschen strömten zur Kundgebung gegen Antisemitismus am Brandenburger Tor in Berlin, zu der der Zentralrat der Juden aufgerufen hatte.
Foto: dpa
Nie wieder sollten Juden in Deutschland Angst haben müssen. Dies zu unterstreichen, war der Sinn der Kundgebung. Man hätte sie sich machtvoller gewünscht.

Die Kanzlerin kam, der Bundespräsident, mehrere Minister und einige Tausend Menschen. Sie folgten dem Aufruf des Zentralrats der Juden, ein Zeichen gegen Antisemitismus zu setzen. Es war wegen der überschaubaren Teilnehmerzahl ein eher zartes Symbol der Solidarität – aber ein wichtiges.

Extremisten und Antisemiten darf nicht die Straße überlassen werden. Die Judenfeindschaft vieler Muslime ist vernichtend, dies haben die Proteste gegen den Gaza-Krieg im Sommer gezeigt, als der Hass aufbrach und viele jüdische Menschen in Angst versetzte. Haben die Parolen wieder Ewiggestrige geweckt und angestachelt? Es gibt in Deutschland einen latenten Antisemitismus.

Zugleich aber ist er in keinem Land so verpönt. Aber wenn wieder Synagogen und Friedhöfe unter Schutz gestellt werden müssen, ist das bedenklich. Nie wieder sollten Juden in Deutschland Angst haben müssen. Dies zu unterstreichen, war der Sinn der Kundgebung. Man hätte sie sich machtvoller gewünscht.

 
 

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