Ein Tag der Trauer und Hilflosigkeit

Schüler haben vor dem Joseph-König-Gymnasium in Haltern am See Kerzen zum Gedenken an die Opfer des Flugzeugabsturzes in Frankreich angezündet.
Schüler haben vor dem Joseph-König-Gymnasium in Haltern am See Kerzen zum Gedenken an die Opfer des Flugzeugabsturzes in Frankreich angezündet.
Foto: dpa
Das Unglück am Dienstag riss 150 Menschen in den Tod, Menschen auf dem Weg nach Düsseldorf. Das Leid ist ganz nahe. Die Hilflosigkeit auch.

Und plötzlich ist das Unglück ganz nahe. Bewegend, berührend. Viele Menschen halten inne und denken an die Opfer. Sie denken an die Lehrerinnen und deren Schülerinnen und Schüler aus Haltern, an die Besatzung des Airbus, an die Angehörigen, die am Düsseldorfer Flughafen vergeblich warteten.

Die Reise in den Frühling Barcelonas endete mit dem Tod in den französischen Alpen.

Solche Unfälle wecken stets Emotionen. Doch dieses Mal ist es kein Absturz in Asien, in Russland oder in Afrika. Es passierte nicht irgendwo auf der Welt. Auch dann sind die Nachrichten traurig genug.

Am Dienstag starben Menschen auf dem Weg nach Düsseldorf. Es starben Menschen, die nur einige Kilometer von uns entfernt wohnten. Mutmaßlich gibt es viele Opfer aus Nordrhein-Westfalen, denn Düsseldorf ist der Flughafen vor der Haustür.

Das Leid ist ganz nahe

Experten werden jetzt alles tun, um die Absturzursache zu analysieren. Wir werden Informationen bekommen über die Wetterverhältnisse, den letzten Funkkontakt, den Zustand der Maschine. Die Angehörigen werden professionell betreut sein.

Die Statistiker werden darauf hinweisen, dass das Flugzeug weiterhin zu den mit Abstand sichersten Reisemitteln gehört, dass zudem deutsche Maschinen seit Jahrzehnten nicht betroffen waren. Dies alles ist richtig, denn mehr kann man am Tag einer solchen Katastrophe nicht tun.

Und doch hilft es nur begrenzt, mit der Tragödie umzugehen. Das Unglück am Dienstag riss 150 Menschen in den Tod. Das Leid ist ganz nahe. Die Hilflosigkeit auch.

 
 

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