Ein Investor muss auch investieren

Es fließt zu wenig Geld in die Modernisierung der Karstadt-Häuser. Hier ist Berggruen gefragt.
Es fließt zu wenig Geld in die Modernisierung der Karstadt-Häuser. Hier ist Berggruen gefragt.
Foto: Stephanie Pilick/dpa
Ein Investor sollte vor allem investieren. Berggruen umweht jedoch eher der Verdacht, sich die Karstadt-Namensrechte jährlich mit bis zu 12 Millionen Euro von dem Konzern bezahlen zu lassen. Nicht nur die leidgeprüften Karstadt-Mitarbeiter werden die weiteren Entwicklungen sorgfältig beobachten.

Warum Andrew Jennings bei Karstadt abtritt, ist noch nicht klar. Sind doch Differenzen mit Konzerneigner Nicolas Berggruen der Grund? Oder hat der Brite die Herausforderungen des deutschen Kaufhausmarktes unterschätzt? Fakt ist: Es fließt zu wenig Geld in die Modernisierung der Karstadt-Häuser. Hier ist Berggruen gefragt. Denn ein Investor sollte vor allem investieren. Berggruen umweht jedoch eher der Verdacht, sich die Karstadt-Namensrechte jährlich mit bis zu 12 Millionen Euro von dem Konzern bezahlen zu lassen.

In diese Gemengelage platzt nun die Meldung, wonach Karstadt einer Art Treuhandgesellschaft Berggruens in einer karibischen Steueroase gehören soll. Ob das so stimmt, wird sich noch zeigen. Nicht nur die leidgeprüften Karstadt-Mitarbeiter, die über Jahre hinweg Opfer für die Sanierung des Konzerns erbracht haben, werden die weiteren Entwicklungen sorgfältig beobachten.

 
 

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