Ein Bündnis mit vielen Profiteuren

Die Integration der vielen Menschen, die bereits hier sind, bleibt eine Mammutaufgabe.

Nachdem der Zuzug von Flüchtlingen durch das Abkommen mit der Türkei gebremst wurde, ist das Thema aus den ganz großen Schlagzeilen verschwunden. Die Integration der vielen Menschen, die bereits hier sind, bleibt aber eine Mammutaufgabe. Allein im Mittleren Ruhrgebiet sind es um die 10.000 Zugereiste, die Wohnungen, Arbeitsplätze und die Perspektive brauchen, zu uns zu gehören.

Der Staat allein wird dieses auf viele Jahre angelegte Integrationsprojekt nicht stemmen können. Zu den vielen privaten Initiativen kommt nun ein breites Bündnis hinzu, das IHK-Chef Eric Weik in Bochum, Herne, Witten und Hattingen geschmiedet hat. „In Charge“ ist eine Initiative, von der alle Beteiligten profitieren können: die Flüchtlinge, weil sie Hilfestellung bekommen; die Unternehmen, weil sie Fachkräfte erhalten; die öffentlichen Hände, weil sie Kosten für die Alimentierung sparen.

Der Schulterschluss von Wirtschaft, Gewerkschaften, Kirchen, Uni und Städten ist auch ein Signal für Willkommenskultur. Der Initiative ist zu wünschen, dass sie im gesamten Revier viele Nachahmer findet.

 
 

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