Ein Abstiegsplatz bei den Sportstätten

Für ein Land, in dem über die Bewerbung für die Olympischen Spiele diskutiert wird, sind die Ergebnisse der Wuppertaler Studie zu den Sportstätten peinlich. Wir haben hier ja schon die Infrastruktur für Olympia, tönen die Optimisten. Aber die schmucken Stadien und Arenen für den Spitzensport verstellen den Blick auf die triste Wirklichkeit. Dort, wo normale Bürger Volley- und Handball spielen, wo Schüler turnen und sich Vereine engagieren, gammeln Wände, Decken, Bodenbeläge vor sich hin.

Der Investitionsstau trifft vor allem Großstädte wie Dortmund, Essen und Köln. Dort sind viele Hallen nicht nur marode, es gibt außerdem zu wenige. In Gelsenkirchen kommen auf eine Mehrfach-Sporthalle rund 20 000 Einwohner, in Siegen nur 9000. NRW ist also nicht damit gedient, dass Geld für den Sport „mit der Gießkanne“ verteilt wird. Die Hilfe muss die Richtigen erreichen. Die Forscher machen einen guten Vorschlag: ein „Sonderprogramm Sporthallen in Großstädten“.

Was übrigens gar nicht geht, ist das Verstecken von Sport-Fördermitteln im Haushalt. Es ist nicht zu viel verlangt, dass ein Empfänger erklärt, wofür er das Geld verwendet.

 
 

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