Die Stimmung in der Flüchtlingsdebatte darf nicht kippen

Feuer in Flüchtlingsunterkunft im thüringischen Friemar. Die Stimmung in der Flüchtlingsdebatte droht zu kippen.
Feuer in Flüchtlingsunterkunft im thüringischen Friemar. Die Stimmung in der Flüchtlingsdebatte droht zu kippen.
Die Stimmung in der Flüchtlingsdebatte droht zu kippen. Das gilt es, zu verhindern. Allein, um weitere Gettos im Revier zu vermeiden. Ein Kommentar.

Essen. Die Deutschen leisten Historisches in der Flüchtlingsfrage, Teile Europas verraten den Kern einer Werte-Union. Nicht nur politisch, auch menschlich besticht dieses Deutschland. Eine Stimmung, die zu kippen droht. Es wäre fatal.

Denn dann wird es noch komplizierter. Immerhin gilt es, die Flüchtlinge mittelfristig gut zu inte­grieren. Um Gettos zu vermeiden, mit denen Duisburg und Essen seit Jahren so schmerzliche Erfahrungen machen.

Probleme müssen benannt werden

Es ist richtig und wichtig, Probleme zu benennen, die der Ansturm von Flüchtlingen mit sich bringt bis in den Lebensalltag hinein. Nicht wer das schildert, munitioniert geistige Brandstifter. Sondern wer es um der vermeintlich politischen Korrektheit willen verschweigt. Aber es gilt, die Probleme einzuordnen, ihr Gewicht zu wiegen: Die Einschränkungen, mit denen wir konfrontiert werden, taugen noch nicht zum Drama.

Da alle Augen auf das politische Management gerichtet sind, wird es aber gefährlich, wenn die Handelnden wackeln. Die Einlassungen von Innenminister Thomas de Maizière über das Benehmen einiger Flüchtlingen jedenfalls waren prallvoll mit publikumswirksamen Pauschalisierungen. Das war mindestens überflüssig. Denn es fördert eine Stimmung, deren Auswirkungen man hinterher gerne wortreich bedauert.

 
 

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