Die Sorglosigkeit macht Sorge

Verunsicherung in der Innenstadt von Ottawa nach den Schüssen im Parlament.
Verunsicherung in der Innenstadt von Ottawa nach den Schüssen im Parlament.
Foto: Chris Roussakis

Den "Islamischen Staat" hatte kein Geheimdienst der Welt auf dem Radarschirm. Erst schlugen die brutalen Schergen in Syrien und im Irak zu. Seine Anhänger haben in Brüssel Synagogenbesucher getötet und in Kanada zwei Soldaten. Ist ein nächster Tatort Berlin, Frankfurt oder das Ruhrgebiet?

Hier soll keine Gefahr erst heraufbeschworen werden. Aber die IS-Führung hat ihre Anhänger zu Anschlägen in aller Welt aufgefordert. Alleine die hohe Zahl der aus Deutschland ins nahöstliche Kampfgebiet Ausgereisten – rund 400 – macht unruhig. In Kanada sind es nur 130 gewesen.

Die Sorglosigkeit in Deutschland, das sich dank der Verhinderung von insgesamt sieben islamistischen Attentaten seit 9/11 weit weg vom Terror wähnt, muss also Sorge machen. Und die fehlende Bereitschaft, den Sicherheitskräften nötige Fahndungsmittel in die Hand zu geben.

 
 

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