Die Schule ist bunt

Karlsruhe verübt keinen Anschlag auf die christlich-abendländischen Bildungs- und Kulturwerte im Klassenzimmer. Das weltanschauliche Neutralitätsgebot staatlicher Einrichtungen gerät nicht ins Wanken.

Die Verfassungsrichter verhelfen vielmehr einer überschaubaren Zahl muslimischer Lehrerinnen zu ihrem Recht, im Unterricht nicht aufs gewohnte Kopftuch verzichten zu müssen. Auch die Ordensschwester steht nicht in Jeans an der Tafel. Und Menschen jüdischen Glaubens ermuntern wir, öffentlich die Kippa zu zeigen.

Das Kopftuch mag in vielen Teilen der Welt das Erkennungszeichen eines konservativen Islam sein. Bei modernen berufstätigen Frauen, die über ein deutsches Staatsexamen verfügen, mag man eher an Traditions-, Mode- oder Familienbewusstsein glauben. Die verstörende Wirkung des Kopftuchs ist in einer immer bunteren Schülerschaft zudem begrenzt.

 
 

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