Die neureichen Berliner

Das Berlin der Zukunft: arm und klein. Machen Sie daraus mal einen Slogan, Herr Wowereit!
Das Berlin der Zukunft: arm und klein. Machen Sie daraus mal einen Slogan, Herr Wowereit!
Foto: Armin Weigel/dpa
Das notorisch klamme Berlin ist – oh, Wunder – zu Geld gekommen. Also allet wieder knorke an der Spree? Berlin – sexy und reich dazu? Von wegen. Das Berlin der Zukunft: arm und klein

Arm, aber sexy – mit diesem aus der (Finanz-)Not geborenen Slogan wirbt Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit für die Hauptstadt. So wie es aussieht, muss sich der Mann einen neuen Spruch ausdenken. Denn das notorisch klamme Berlin ist – oh, Wunder – zu Geld gekommen.

Der Finanzsenator der Stadt kann fürs erste Halbjahr mit einem Überschuss von 730 Millionen Euro glänzen. Den kräftig sprudelnden Steuerquellen sei’s gedankt. Also allet wieder knorke an der Spree? Berlin – sexy und reich dazu? Von wegen.

Denn Berlin schrumpft. Die Zahl der Hauptstadtbewohner liegt um rund 180.000 tiefer als gedacht, wie jüngst die Volkszählung zeigte. So sexy kann das Leben rund um Alexanderplatz und Brandenburger Tor also nicht sein, wenn die Leute scharenweise abwandern. Und mit dem großen Geld ist es bald auch wieder vorbei. Denn wegen der sinkenden Einwohnerzahlen gibt es künftig weniger aus dem Topf des Länderfinanzausgleichs.

Das Berlin der Zukunft: arm und klein. Machen Sie daraus mal einen Slogan, Herr Wowereit!

 
 

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