Die Muslime setzen ein Zeichen

Ali Kizilkaya, Vorsitzender des Koordinationsrats der Muslime, ruft zum Protest gegen IS-Terroristen auf.
Ali Kizilkaya, Vorsitzender des Koordinationsrats der Muslime, ruft zum Protest gegen IS-Terroristen auf.
Foto: WAZ FotoPool

Deutsche Muslime kündigen Protest-Aktionen gegen Terroristen und Wirrköpfe an, die im Namen der Religion Menschen morden, quälen und zwangsbekehren. Das ist ein bemerkenswerter Schritt in die Öffentlichkeit. All jene, die den empörten Aufschrei der Muslime gegen Gewalt bisher vermisst haben, werden sagen: Das ist überfällig. Aber das stimmt nicht. Kein deutscher Moslem muss klarstellen, dass er die IS-Terroristen verachtet. Wer keine Schuld trägt, muss nicht unterstreichen, dass er unschuldig ist. Aber eine Demo von Muslimen gegen Hass und Gewalt ist ein Zeichen – für wachsendes Unbehagen jenen Fanatikern gegenüber, die den Glauben vergewaltigen.

Gleichzeitig sehen sich immer mehr Muslime in Deutschland als Opfer einer grassierenden Islam-Angst. Sie glauben, sie stünden unter Generalverdacht. Auch dagegen wird am 19. September protestiert. Und zwar zu Recht.

 
 

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