Die große Angst vor den Hauern aus Herne

Jörg Silberbach, Trainer von Westfalia Herne, war beim Spiel in Ahlen anwesen. Herner Hooligans eher nicht so ...
Jörg Silberbach, Trainer von Westfalia Herne, war beim Spiel in Ahlen anwesen. Herner Hooligans eher nicht so ...
Foto: Fischer
Am Mittwoch spielte Westfalia Herne in der Fußball-Oberliga bei Rot Weiss Ahlen. Ein ganz normales Spiel? Von wegen! Die Polizei verwandelte das Stadion jedenfalls in eine echte Festung, um Ausschreitungen zu verhindern. Irgendetwas - oder besser irgendjemand - fehlte allerdings ...

Die Westfalia aus Herne hat sicher schon glanzvollere Zeiten erlebt. Ende der 50er-Jahre stürmte sie in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft, später war sie ein fester Bestandteil der zweiten Bundesliga. Heute indes steht der Klub unmittelbar vor dem Absturz in die Bedeutungslosigkeit, zu den Heimspielen des Klubs kommen nur selten noch mehr als 200 Unentwegte.

Bis nach Ahlen scheint sich das allerdings noch nicht herumgesprochen zu haben. Stadt und Polizei rechneten jedenfalls beim Spiel der Westfalia in Ahlen am Mittwoch (trotz aller gegenteiligen Prognosen der beiden Klubs) mit wildgewordenen Ruhrpott-Hooligans und verwandelten das Wersestadion in eine Festung: Von mehreren Einsatzwagen, einer Pferdestaffel, über 30 Ordnern und unzähligen Polizeibeamten berichtet die Homepage der Rot-Weissen. Das Problem an der Sache war nur: Aufgrund der hohen Kosten für die Sicherheitsvorkehrungen machten die Ahlener am Heimspieltag ein dickes Minus.

Zumindest konnten die marodierenden Banden so in Schach gehalten werden, mögen Sie nun einwenden. Nun ja, dazu sollten Sie wissen, dass sich schließlich gerade einmal 21 Herner auf den Weg nach Ahlen gemacht hatten. Und mindestens 15 davon über 60. Bissiger Kommentar der Ahlener: „Solch ein Minusgeschäft nehmen wir gerne in Kauf, wenn wir dafür beruhigt sein dürfen, dass von den 21 Gästefans keine Gefahr mehr ausgeht.“ Da schließen wir uns natürlich gerne an.

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