Die Griechen handeln kopflos

Eine Pfändung des traditionsreichen Goethe-Instituts in Athen wurde im Jahr 2000 vom griechischen Justizminister gestoppt.
Eine Pfändung des traditionsreichen Goethe-Instituts in Athen wurde im Jahr 2000 vom griechischen Justizminister gestoppt.
Foto: Simela Pantzartzi/Archiv

Wenn sie ihrem Bauchgefühl folgte, würde eine Mehrheit im Bundestag die Griechen Bankrott gehen und aus dem Euro-Raum abdriften lassen. Diese Stimmung greift umso mehr um sich, als die Regierung in Athen immer wüster vorgeht.

Mal will sie Flüchtlinge gen Westeuropa ziehen lassen, mal deutsches Eigentum pfänden. Man ahnt die Absicht, die Frage von Reparationen mit den Finanzhilfen zu verrechnen, Schuld und Schulden.

Die Ratlosigkeit ist groß. Das Drama ist, dass Griechenland seit Jahren über seine Verhältnisse lebt und dass seine Regierung weder Zeit noch die Professionalität hat, um die Schuldenkrise zu lösen und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

Die Pfändungs-Drohung ist eine Verzweiflungstat

Die Drohung, deutsches Eigentum zu pfänden, ist eine Verzweiflungstat – rein innenpolitisch motiviert. Die Linksregierung hat das Ende nicht bedacht: Sie schränkt den Spielraum von Kanzlerin Merkel ein, Griechenland entgegenzukommen.

 
 

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