Der Platzhirsch kriegt Probleme

Konkurrenz belebt das Geschäft. Und beim Regionalverkehr auf Schienen reden wir immerhin über einen Milliardenmarkt. Die Deutsche Bahn, viele Jahre lang der unangefochtene Platzhirsch beim Betrieb von Regionalzügen und S-Bahnen, hat deutlich an Imposanz eingebüßt. Auch im vergangenen Jahr verlor sie Marktanteile. Denn kleinere private Bahn-Betreiber rücken dem Marktführer immer brutaler auf den Pelz – auch, weil sie mit niedrigeren Personalkosten kalkulieren können.

Wenn jetzt mit dem britischen Betreiber National Express ein ernstzunehmender Rivale sogar den Hut für den RRX in den Ring wirft, dürften bei den Bahnbossen am Potsdamer Platz alle Alarmglocken klingeln. Das riesige NRW-Schienen-Projekt zwischen Dortmund und Köln, das für viele Pendler so lange nicht mehr war als ein Versprechen, nimmt tatsächlich Fahrt auf – und die Bahn als eigentlich einzig denkbarer Betreiber könnte bei der Vergabe auf der Strecke bleiben? Es scheint so, als ob selbst diese Variante inzwischen nicht mehr ganz von der Hand zu weisen ist.

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