Der große Unterschied

Der kleine Unterschied ist ganz schön groß: 22 Prozent haben Frauen im vergangenen Jahr im Schnitt weniger verdient als Männer.
Der kleine Unterschied ist ganz schön groß: 22 Prozent haben Frauen im vergangenen Jahr im Schnitt weniger verdient als Männer.
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22 Prozent haben Frauen im vergangenen Jahr im Schnitt weniger verdient als Männer. Auf Dauer sollten Frauen die ehrenamtliche Arbeit, die Entscheidung für die Familie nicht mit einem Karriereknick und also langfristig mit niedrigeren Gehältern, niedrigeren Renten bezahlen müssen.

Der kleine Unterschied ist ganz schön groß: 22 Prozent haben Frauen im vergangenen Jahr im Schnitt weniger verdient als Männer.

Frauen entscheiden sich für Frauenberufe - und die sind seit jeher schlechter bezahlt, auch wenn es kein vernünftiges Argument gibt, warum die Arbeit einer Arzthelferin weniger Wert sein sollte als die eines Versicherungskaufmanns. Und wenn Frauen Berufe haben, in denen sie weniger Gehalt bekommen als Männer, ist es für die Familie oftmals eine folgerichtige, weil wirtschaftliche Entscheidung, dass sie es sind, die Aus- und Teilzeit für Erziehung oder Pflege nehmen.

Oft aber, zugegeben, auch eine ganz bewusste: Sich um Kinder zu kümmern, die Eltern zu pflegen, kann dem eigenen Leben Sinn und Qualität geben. Auf Dauer aber sollten Frauen diese ehrenamtliche Arbeit, die Entscheidung für die Familie nicht mit einem Karriereknick und also langfristig mit niedrigeren Gehältern, niedrigeren Renten bezahlen müssen. Es gibt Unternehmen, die das erkannt haben: Ihnen ist, wenn es um eine Beförderung geht, die Elternzeit genauso wertvoll wie ein Auslandsaufenthalt eines Mitarbeiters.

Das ist nur ein kleiner Baustein. Um die Lohnlücke zuzumauern, braucht es noch viele mehr.

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