De Maizières Pechsträhne

Die Entwicklung der "Euro Hawk" hat eine halbe Milliarde Euro gekostet.
Die Entwicklung der "Euro Hawk" hat eine halbe Milliarde Euro gekostet.
Foto: dpa
"Ethisch neutrale Drohnen" und die "Gier" der Soldaten nach Anerkennung - Thomas de Maizière hat nicht die richtigen Worte gefunden. Seit er als Nachfolger für Merkel gehandelt wird, macht der Mann Fehler.

Die Fehlertoleranz ist in der Politik nie groß. Das hat Thomas de Maizière jetzt begriffen – in der Drohnen-Debatte.

Fakt ist: Die Entwicklung der „Euro Hawk“ hat eine halbe Milliarde Euro gekostet. Ein Flop.

Und gerade im Wahlkampf geht es darum, ob der Verteidigungsminister versagt hat. De Maizière ist gefragt, weil er sich noch 2011/12 Gelder bewilligen ließ. Da wäre eine „Gewinnwarnung“ im Haushaltsausschuss besser gewesen. Es fehlt eine Fehlerkultur.

Die Debatte passt zur Pechsträhne der letzten Monate. Es gab Unmut über die Bundeswehrreform. Dann kamen „die ethisch neutralen Drohnen“ und die „Gier“ seiner Soldaten nach Anerkennung. Da hatte er nicht die richtigen Worte gefunden. Seit er als Nachfolger Angela Merkels gehandelt wird, macht der Mann entweder Fehler oder man schaut ihm genauer auf die Finger. Oder beides. Jedenfalls: Der Kronprinz geht nackt.

 
 

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