Beschämende Taten, feige Täter

Die Brandanschläge auf Flüchtlingsheime sind feige, beschämend und widerlich. Ein Mob von aufgeheizten, nicht selten alkoholisierten Fanatikern macht Jagd auf Menschen, die in ihrer großen Mehrheit vor Terror und Gewalt geflohen sind. Die Vorfälle zeigen, dass in unserer Gesellschaft derzeit einiges schief läuft. Das Klima ist vielerorts vergiftet, Menschen werden zu Freiwild, der Grundkonsens im Mitein­ander scheint gefährdet, denn Werte wie Respekt oder Toleranz verlieren zusehends an Bedeutung.

Hinzu kommt, dass der Glaube an den Rechtsstaat schwindet, ebenso wie das subjektive Sicherheitsgefühl. Dabei sind die Durchsetzung von Recht und Gesetz gerade jetzt wichtiger denn je. Straftaten müssen geahndet, Täter bestraft werden. Das gilt für den Mob von mutmaßlich deutschen Brandstiftern natürlich genauso wie für den Mob von ausländischen Straftätern, die in Köln Frauen attackieren, in Ahlen Flüchtlingsfamilien in Heimen überfallen oder in anderen Städten als Taschendiebe und Einbrecher unterwegs sind. Die Rufe nach dem starken, konsequenten Staat sind laut und nachvollziehbar. Doch es geht nicht nur um Recht und Gesetz. Es geht auch um Glaubwürdigkeit, um Vertrauen. Um den inneren Frieden.

 
 

EURE FAVORITEN