Bayern München will den fünften Titel des Jahres

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Bei der Klub-WM in Marokko ist der Rekordmeister klarer Favorit im Finale gegen Casablanca. Die Frage ist nur, ob der Titel im mit Wettbewerben übervollen Vereinsfußball tatsächlich auch einen Wert über den Tag hinaus besitzt. Ein Kommentar.

Essen.. Beim FC Bayern München suchen sie nach einem Begriff für fünf Titel in einem Jahr. Ans Triple, also den dreifachen Titelgewinn, hat man sich gewöhnt: Meisterschaft, DFB-Pokal, Champions League. Soweit alles glorreich, soweit alles klar.

Aber fünf Titel? Welcher war denn bloß der vierte? Für alle, die es vergessen haben: Es ging im August um den hoch bedeutsamen europäischen Super-Cup, den die Bayern gegen Chelsea im Elfmeterschießen geholt haben. Bitte nicht verwechseln mit dem deutschen Supercup, den die Bayern gegen Borussia Dortmund aus Versehen nicht gewonnen haben, und der deshalb im bayrischen Selbstverständnis, in diesem Jahr alles abzuräumen was der an Titeln so überreich gesegnete Vereinsfußball hergibt, verdrängt wird.

Nächster Halt also: Klub-WM. In Münchner Lesart der Wettbewerb, der das Jahr krönen und dem FC Bayern die Chance geben soll, sich beste Vereinself der Welt nennen zu können. Ganz so, als müssten die Bayern ihre Klasse noch irgend jemandem beweisen – oder als würde dieser Wettbewerb in Marokko ernsthaft dazu taugen. Aber Titel ist Titel, und vom Branchen-Spott werden sich die Bayern ganz sicher nicht stören lassen. Der Spott geht übrigens so: Wer spielt gut in Casablanca? Genau, Humphrey Bogart.

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