Außer Kontrolle

Nach dem Attentat sichern Polizisten den Eingang zur Synagoge.
Nach dem Attentat sichern Polizisten den Eingang zur Synagoge.
Foto: Abir Sultan
Der Angriff auf die Jerusalemer Synagoge ist ein Alarmzeichen dafür, dass der Konflikt in der Heiligen Stadt ganz außer Kontrolle gerät. Er bedeutet nicht zwangsläufig den Beginn eines Religionskriegs, wie manche ihn befürchten.

Die beiden palästinensischen Attentäter hatten das Massaker geplant und sich dafür betende Menschen ausgesucht. Der Angriff auf die Jerusalemer Synagoge ist ein Alarmzeichen dafür, dass der Konflikt in der Heiligen Stadt ganz außer Kontrolle gerät. Trotz eines Großaufgebots von Sicherheitskräften und zahlreicher Vermittlungsbemühungen ebbt die Welle der Gewalt seit Wochen nicht ab.

Israel hat Mauern gebaut, um Attentäter fernzuhalten. Gegen den Terror arabischer Bürger aus dem Ostteil der Stadt aber gibt es keinen vergleichbaren Schutz. Für die Polizei ist das ein Albtraum, denn jeder palästinensische Bauarbeiter, jeder Koch, jeder Autofahrer kann im jüdischen Westteil zum Attentäter werden.

Das Synagogen-Massaker bedeutet nicht zwangsläufig den Beginn eines Religionskriegs, wie manche ihn befürchten. Es offenbart aber auf so bittere Weise, wie gefährlich es ist, Konflikte nicht zu lösen.

 
 

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