Lost Places in Oberhausen: Schock am Horror-Hotel! Ruine am Volksgarten brannte lichterloh

Lost Places im Ruhrgebiet

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Es ist ein Lost Place der besonderen Art: Das ehemalige Hotel Volksgarten in Oberhausen. Geht es nach abergläubischen Zeitgenossen, soll es dort sogar spuken. Nun hat es dort gebrannt – innerhalb weniger Tage gleich zweimal.

Ob dem so ist, ist wohl nicht zu beantworten, klar ist aber: Allein in der letzten Woche brannte es in der Grusel-Ruine und bekanntem Lost Place gleich zweimal.

Zum ersten Mal wurde die Feuerwehr Oberhausen am Sonntag, 22. August, verständigt. In dem seit Jahren leerstehenden Hotel an der Kapellenstraße brannte es.

Lost Place in Oberhausen: Mann wird festgenommen

Der Alarm ging um 23.43 Uhr bei der Feuerwehr in Oberhausen ein. Als die Feuerwehr an der alten Ruine eintraf, tragen bereits Feuer und Rauch aus dem Gebäude – vom Erdgeschoss bis ins Dachgeschoss. Die 20 Feuerwehrleute brauchten rund zwei Stunden, um den Brand zu löschen.

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Die Polizei nahm kurz darauf einen 36-Jährigen fest. Er hatte die Feuerwehr informiert und angegeben, den Brand bei einem Spaziergang bemerkt zu haben. Doch die Polizei wurde misstrauisch. Wie sich herausstellte, war der Mann der Polizei bereits wegen Verbindungen zu Brandstiftungen aufgefallen.

Wie die mitteilte, sei der Mann wenig später wieder entlassen worden.

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Das ist die Stadt Oberhausen:

  • der Bereich des heutigen Stadtgebiets Oberhausen gehörte bis Ende des 18. Jahrhunderts zu unterschiedlichen Herrschaften
  • knapp 211.000 Einwohner, drei Stadtbezirke und 26 Stadtteile
  • trägt wegen der 1758 in Betrieb genommenen Eisenhütte St. Antony (der ersten im Ruhrgebiet) den Beinamen „Wiege der Ruhrindustrie“
  • Wahrzeichen unter anderen: das Gasometer, das Centro-Einkaufszentrum und das Schloss
  • Oberbürgermeister ist Daniel Schranz (CDU)

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Knapp drei Tage später wurde die Feuerwehr wieder zum Spukhaus gerufen: Dieses Mal um 16.20 Uhr. Dieses Mal brannte es im Dachgeschoss des Hauses. Die Löscharbeiten gestalteten sich dabei schwierig.

Lost Place in Oberhausen: Polizei ermittelt weiter

Die Brandstelle war aufgrund von Einsturzgefahr nicht zugänglich, heißt es laut Feuerwehr. Das Problem bei Bränden wie diesem: „Man kennt den Zustand innen nicht. Die Standfestigkeit, die Statik“, erläutert ein Sprecher der Feuerwehr Oberhausen auf Anfrage. Es könnten Löcher in den Decken oder im Boden sein, die schwer erkennbar seien.

Beim Brand im ehemaligen Hotel ging die Feuerwehr schließlich mit Drehleitern vor und bekämpften so den Schwelbrand. Nach drei Stunden konnten sie den Einsatz beenden.

Die Kriminalpolizei ermittelt weiter. (evo)