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Mit diesen Tipps wird Weihnachten zum "Fest der Liebe"

Zoff unterm Weihnachtsbaum ist vermeidbar - wenn sich alle an ein paar Spielregeln halten.
Zoff unterm Weihnachtsbaum ist vermeidbar - wenn sich alle an ein paar Spielregeln halten.
Foto: dpa
Fettnäpfchen vermeiden, Streithähne trennen: So wird Weihnachten wirklich zum „Fest der Liebe“. Ein Knigge für die Festtage.

Essen.. Feiern im Kreis der Liebsten, entspannt und besinnlich – so wünscht sich wohl jeder das Weihnachtsfest. Die Realität sieht meist anders aus. Die Kleinen nörgeln, weil die Bescherung auf sich warten lässt, Mama ist wegen des Gänsebratens im Stress, Papa genervt von den Schwiegereltern und die große Tochter will an Heiligabend noch mit Freunden feiern gehen. An Heiligabend! Darf die das? Wir haben Experten gefragt: Was ist erlaubt an Weihnachten, was geht gar nicht? Und wie schafft man es, typische Fettnäpfchen zu umgehen? Ein Weihnachtsknigge.

Unliebsame Geschenke

DB Regio NRWDer Klassiker unter den Feiertagsfehltritten: Voller Spannung wickelt man das Geschenk aus – und zum Vorschein kommt: eine Krawatte. Noch eine. „Hier machen wir gute Miene zum bösen Spiel“, rät Hans-Michael Klein von der Deutschen Knigge-Gesellschaft in Essen: „Es geht ja beim Schenken nicht in erster Linie um Besitzvermehrung oder materiellen Zugewinn. Es geht um die Geste.“ Also: Artig lächeln und Danke sagen.

Geschenke weitergeben

Aber die fünfte Krawatte darf man doch sicher weiterverschenken, oder? Auf gar keinen Fall, meint Knigge-Experte Christoph Steuer: „Egal wie unliebsam das Geschenk auch sein mag, es weiterzuverschenken wäre ein absoluter Knigge-Verstoß.“

Geld schenken

Na gut, dann gehen wir wohl auf Nummer sicher und verschenken einfach Geld. Geht das denn in Ordnung? „Grundsätzlich gilt hier: im Privatbereich erlaubt. Jedoch sollte das Geld nicht einfach so unter den Baum gelegt werden“, sagt Steuer.

Auch hier gelte es, die Scheine zu verpacken, sei es mit kreativer Bastelei oder in einem schönen Kuvert mit Karte. Noch besser: Wer die Hobbys des Beschenkten kennt, sollte auf einen Gutschein umsteigen.

Grüße per SMS

Nachrichten per SMS oder Whats-App verschicken wir täglich im Dutzend. Sollte man zu Weihnachten daher lieber zu Stift und Papier greifen? „Karten sind immer besser“, findet Klein. Das zeige die Wertschätzung, weil es mehr Mühe koste. „Wenn aber sowieso alles nur über SMS läuft, ist auch das okay. Unpassend seien jedoch Grußkarten aus dem Internet. „Das ist wie virtuelle Küsse anklicken. Nervt.“

Christmette

So voll wie an Heiligabend sind die Kirchen das ganze Jahr über nie. Ist es okay, die Christmette zu besuchen, obwohl man sonst nicht viel mit Kirche am Hut hat? „Es ist nicht nur in Ordnung, sondern auch sehr erwünscht“, sagt Ralf Breitkreutz, Pfarrer der Evangelischen Lutherkirchengemeinde in Düsseldorf: „Jede und jeder ist willkommen. Vielleicht findet man so einen neuen oder anderen Zugang zu Kirche und Glauben. Kommen! Und sich überraschen lassen!“

Zeitpunkt der Bescherung - für Kinder eine Geduldsprobe

DB Regio NRWVor allem für jüngere Kinder ist Weihnachten eine Geduldsprobe. Der Hagener Familientherapeut Peter Thiel rät deshalb, sie nicht länger als nötig auf die Folter zu spannen. „Die Bescherung kommt vor dem Essen. Denn das ist der Höhepunkt des Tages. Der Hunger kommt von allein, also kann man auch eine Stunde später essen, wenn die Geschenke inspiziert worden sind“, sagt er.

Für Knigge-Experte Steuer ist dabei Organisation das Zauberwort. Man solle darauf achten, dass man ein Essen zubereitet, das ohne Beobachtung während der Bescherung vor sich hin kochen kann.

Patchworkfamilie

Nicht immer wollen Mama und Papa den Heiligabend gemeinsam verbringen. Für Scheidungskinder stellt sich deshalb die Frage: Bei wem soll man feiern? Bei dem, der es besonders nötig hat, weil er allein ist? Oder erst bei Papa, dann bei Mama? „Hier sind die Eltern in der Pflicht“, sagt Klein. „Die müssen sich zusammenreißen und eine Lösung finden. Nicht die Entscheidung den Kindern zumuten. Die sind damit überfordert.“ Optimal: von Jahr zu Jahr wechseln.

Schwiegereltern

Auch immer wieder eine Quelle für Ärger: der Besuch der lieben Schwiegereltern. Manch einer mag sich fragen: Wie lange muss ich es mit ihnen aushalten? „Drei Stunden am 25. Dezember sollten genügen“, meint Familientherapeut Thiel hierzu. Für den Fall, dass sie nicht im selben Ort wohnen, empfiehlt der Hagener zudem eine separate Unterkunft – das minimiert das Konfliktpotenzial. Auch der Knigge kennt eine Faustregel für Besuch – und sieht die Gäste selbst in der Pflicht: „Man kann sich merken, dass man sich etwa eine halbe Stunde bis Stunde nach dem Nachtisch langsam auf den Heimweg machen sollte“, so Steuer.

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Viele weitere Ideen, wie Sie entspannt durch die Weihnachtszeit kommen, finden Sie im Adventskalender von DB Regio NRW: https://nrw-advent.specials-bahn.de/

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