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Warentest und ADAC warnen vor zwei Kindersitz-Modellen

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ADAC und Stiftung Warentest nehmen immer wieder KIndersitze unter die Lupe. Aktuell warnen sie gemeinsam vor zwei Modellen, die sich aus der Verankerung lösen können. Foto: Ralph Wagner
  • Kindersitze, die beim Unfall durch das Auto fliegen könnten
  • Der ADAC und Stiftung Warentest warnen deshalb aktuell vor zwei Modellen

München. 

Nur kurze Zeit nach dem gemeinsamen Test von Kindersitzen haben ADAC und Stiftung Wartentest bei zwei Modellen neue Probleme festgestellt. Bei einem Frontalaufprall können sich diese Sitze aus der Verankerung lösen und mit dem Kind durch das Auto fliegen. Die Stiftung Warentest und der ADAC raten deshalb vom Kauf dieser beiden Modelle ab.

Im Juni-Heft hatte Stiftung Warentest 37 Kindersitze gecheckt – mit in der Summe erfreulichem Ergebnis: 22 erhielten die Note gut, nur zwei fielen wegen Sicherheitsproblemen durch. Der renommierte deutsche Hersteller Recaro, der mit einigen Modellen unter den Bestplatzierten lag, hatte auf Probleme bei einem weiteren getesteten Modell bereits reagiert. Nur: Laut ADAC und Stiftung Warentest besteht die Gefahr hier weiterhin.

Verletzungsgefahr für Kind und Mitfahrer

Beim Crashtest löste sich beim Recaro Optia die Sitzschale von der Isofix-Station Recaro SmartClick Base und flog in hohem Bogen durch das Prüflabor. Im realen Unfallgeschehen könnten sich Kind und Mitfahrer schwer verletzen, so ADAC und Warentest in einer gemeinsamen Mitteilung.

Nachdem der Sitz bei den bereits im vergangenen Jahr durchgeführten Tests und im Juni vorgestellten Tests aufgefallen war, hatte Recaro eine kostenlose Austauschaktion der betroffenen Serie (Ser.-Nr. ER01000000 bis ER01017825) gestartet. Doch bei dem Nachfolgemodell Recaro SmartClick Base wiederholte sich nun das Szenario, so die Tester. Recaro könne sich das Ergebnis nicht erklären, man suche nach der Ursache.

Hersteller stoppt Auslieferung vorübergehend

Diese Antwort kam auch von einem anderen Hersteller: Der Grand-Sitz von Jané kann für Kinder bis 18 Kilogramm mit Isofix eingebaut werden. Die Isofix-Verbindung hielt den enormen Kräften beim Frontalcrash aber nicht stand und löste sich ebenfalls. Jané hat zudem vorübergehend die Auslieferung des Grand-Sitzes an die Händler gestoppt, so ADAC und Warentest. (law)