Der Herbst wird goldig

Warm, glanzvoll und gemütlich: Die Trendfarbe für die kommende Herbst- und Winter-Saison ist Gold. Nur beim Schlafzimmer gelten besondere Regeln.

Essen. Buntes Laub liegt auf Wiesen und Feldern, Morgennebel wabert über Landschaften, durchbrochen von der warmen Herbstsonne, die die Farben zum Strahlen bringt. Die schönsten Seiten des Herbstes werden sich in diesem Jahr auch in Häusern und Wohnungen wiederfinden. Denn die Trendfarbe der Saison könnte herbstlicher nicht sein: Gold.

Egal ob Deko-Artikel, Wandfarben, Tapeten, Blumengestecke, Gardinen oder Überwürfe: Goldige Akzente wirken warm und gemütlich und sorgen für einen Hauch schimmernde Extravaganz. „Gold steht für Sicherheit und bleibende Werte, bringt Glanz und Licht ins Haus“, sagt Detlef Klatt. Der Gestalter ist Experte für Deko- Trends. Sein Wissen hat er unter anderem auch bei der diesjährigen Dekorationsund Einrichtungs-Messe Vivanti unters interessierte Volk gebracht.

„Plüschig“ komme Gold keineswegs daher, heißt es in einer Mitteilung im Nachgang der Messe, die in diesem Jahr in der Dortmunder Westfalenhalle stattfand. „Angesagt sind großflächige Optiken in schlichter Formgebung – zeitgemäß, geradlinig, glatt“, so Designer Klatt weiter. Die Kombination von glänzendem Gold mit groben Strukturen und kontrastreichen Materialien wie Stein, naturbelassenem Holz oder unedlen Metallen wirke sehr modern.

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Für besondere Blickfänge kann man zum Beispiel sorgen, wenn man Kerzenständer aus dunklem Holz vor einer mattgold gestrichenen Fläche dekoriert. Auch Naturmaterialien lassen sich vor einem goldenen Hintergrund gut in Szene setzen: Kastanien, Tannenzapfen, getrocknete Blätter – im besten Fall selbst gesammelt.

Auch die Industrie kürt regelmäßig Trendfarben. Und auch hier geht es in diesem Jahr eindeutig goldig zu. Das niederländische AkzoNobel Global Aesthetic Center setzt in diesem Jahr auf Goldocker. Hinter dem Institut steht das Großunternehmen AkzoNobel Deco, das unter anderem Lacke und Anstriche produziert und auch in Deutschland viele Standorte hat.

Laut dem Institut werde Gold derzeit überall in der Designwelt und der Architektur eingesetzt, ebenso viele Gelbtöne. Die Mischung ergibt eben: Goldocker. Der Ton sei vielseitig und spannend und lasse sich gut mit anderen Farben kombinieren: Warme Töne wie Creme oder Braun machen es beispielsweise rustikal. Pastellfarbe peppen Dekorationen und Wände auf, ohne dabei zu aufdringlich zu sein. Andere Regeln gelten allerdings beim Schlafzimmer.

Im hektischen Treiben der heutigen Zeit, fänden Seele, Geist und Körper besonders hier ihre Ruhe, informiert der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM). Beim Einrichten der privaten Wohlfühloase spielten Wirkung und Zusammenspiel von Farbe und Licht deshalb eine wichtige Rolle.

„Jede Farbe hat eine eigene Wirkung. Diese gilt es bei der Schlafzimmerplanung besonders zu beachten. Vor allem kühle Farben eignen sich aufgrund ihrer beruhigenden Ausstrahlung für das Schlafgemach“, weiß Dirk-Uwe Klaas, Hauptgeschäftsführer des VDM. So unterschiedlich jeder Mensch ist, so verschieden seien auch die bevorzugten Farbwelten. Wer etwa generell schlechter schlafen kann oder von ängstlicher Natur ist, für den wirke Blau besonders entspannend, erklärt der Experte. Violett habe einen eher meditativen Charakter und eigne sich gut zum Relaxen. Auch kühle Naturtöne wie Braun oder Grün – vor allem in Kombination mit Holz – verströmten Behaglichkeit und Wärme. „Warme Farben wie Rot, Orange oder Gelb wirken anregend und stimulierend und sollten eher im aktiveren Umfeld wie im Arbeits- oder Hobbyzimmer verwendet werden.“

 
 

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