Autokorso nach der Trauung soll böse Geister vertreiben

Mit dem festlich geschmückten Brautwagen geht es auf die erste Fahrt ins gemeinsame Glück.
Mit dem festlich geschmückten Brautwagen geht es auf die erste Fahrt ins gemeinsame Glück.
Traditionen unter der Lupe: Nach der Trauung fahren viele Brautpaare gemeinsam mit ihren Gästen laut hupend durch die Straßen. Diese Tradition soll böse Geister vertreiben und für einen gelungenen Start ins Eheleben sorgen. Besondere Bedeutung haben die weißen Schleifchen an den Autos.

Tssen. Durchdringendes Hupen ist immer ein Zeichen für außergewöhnliche Ereignisse, noch dazu, wenn es vorzugsweise freitags oder samstags ertönt und dann noch in rhythmischer Folge: „Wir haben geheiratet“ kann das dann heißen und mit dem Autokorso nach der kirchlichen oder standesamtlichen Trauung soll dies auch wirklich (fast) jeder sehen und hören.

Doch selbst der Autokorso zur Hochzeit will gut vorbereitet sein und es gelten auch hier ungeschriebene Gesetze. Das Wichtigste: Natürlich führt das Brautpaar mit seinem Fahrzeug den Autokorso an. Schon allein deshalb, um die Geschwindigkeit vorzugeben: Blumengebinde, Schleifchen und sonstige Deko sollten eben nicht gleich vom Winde verweht werden. Empfohlenes Tempo: Möglichst nicht mehr als 30 oder 40 Stundenkilometer.

Weiße Schleifchen bringen Glück

HeiratenDann können auch die übrigen Hochzeitsgäste noch mühelos folgen. Oft werden nicht nur der Brautwagen, sondern ebenso die Autos der Gäste mit mindestens weißen Schleifchen– die sollen Glück bringen und manchmal auch kleinen Blumensträußchen versehen.

Hauptsache, die Kolonne ist auch als solche zu erkennen. Das Hupkonzert ist immer auch abhängig vom Temperament des Brautpaares und der Gäste, Passanten nehmen es meist gelassen und mit Humor.

Denn immerhin soll das Getöse auf der Straße ja tatsächlich nicht nur Aufmerksamkeit erregen, sondern außerdem noch die bösen Geister vertreiben. Dann kann zum Start ins Eheleben so gut wie nichts mehr schief gehen.

 
 

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