Ansprüche an Design und Qualität von Trauringen steigen

Traditionell wird der Ehering in Deutschland rechts getragen, in vielen anderen Ländern links.
Traditionell wird der Ehering in Deutschland rechts getragen, in vielen anderen Ländern links.
Foto: Olaf Fuhrmann
Wo, wann, wie heiraten wir, welches Kleid passt zu mir, welche Schuhe zum Kleid? – Wichtige Fragen, aber eine ganz entscheidende lautet außerdem: Wo finden wir die schönsten Ringe? Denn die stehen ja für die Ewigkeit. Und die Ansprüche an Design und Individualität steigen.

Essen. Der Hochzeitsring ist Symbol einer dauerhaften inneren Verbindung. Damit ist er auch nach außen ein sichtbares Zeichen und Bekenntnis für die Liebe und Verbindung zweier Menschen.

Historisch gesehen haben die Römer die Ringübergabe institutionalisiert. Mit dem Ring wurde schon im zweiten Jahrhundert vor Christus bei den Römern eine Art Vertrag geschlossen, der das Versorgungs- und Eheversprechen des Mannes symbolisierte. Heute ist die Bedeutung emotionaler Art und hat nichts mehr mit „Besitznahme“ zu tun. Aber die Symbolik eines Traurings ist auch heute noch unmissverständlich, wenn man ihn übergibt – und wenn man ihn trägt.

Trauringe sind mehr als ein „Requisit“ für die Hochzeit. Bei aller traditionellen Symbolik steigen die Ansprüche an Design, Qualität und Individualität. Ringe sollen dauerhaft gefallen und gleichzeitig ihre innere Bedeutung nach außen darstellen. Aber die Zeiten, in denen der Trauring „uniform“ war, sind längst vorbei. Mode, Kleidung, Trends werden zwar immer schnelllebiger – gerade deshalb legen die Menschen heute besonderen Wert auf ein Schmuckstück, das sie ihr restliches Leben lang begleiten soll. Quasi als Kontrapunkt zur kurzatmigen Konsumgesellschaft – Trauringe sollen emotional und materiell ein bleibender individueller Wert sein.

Trauringe - Bleibende Werte werden bevorzugt

Der Trend heißt Individualität, Qualität, Wertigkeit. Bei Material und Steinen werden bleibende Werte gesucht, das Qualitätsniveau steigt. Den Ring für die Ehefrau ziert heute fast immer ein Brillant. Die uniforme Schlichtheit wird seltener gefragt. Die Trauringe von heute dürfen auch auffällig, breit, mit dezenten Ornamenten oder Formen verziert sein. Dabei sind auch die „selbstgemachten“ Trauringe, die man gemeinsam bei einem Juwelier oder Goldschmied unter Anleitung herstellt, eine kreative Variante. Übrigens: Die neuen technischen Möglichkeiten der Lasergravur erlauben auch im Innenring weit mehr Gestaltungsmöglichkeiten als nur ein Datum oder einen Namen.

HeiratenTrotz aller Vorbereitungen sollten sich Paare gemeinsam Zeit für die Entscheidung nehmen. Ohrringe oder Manschettenknöpfe wechselt man ab und an, im Zweifel auch häufiger die Uhr. Aber einen Trauring trägt man jeden Tag. Eine Investition in Qualität und Material zahlt sich natürlich immer aus, wichtig ist jedoch, dass es bei seinem Träger „funkt“. „Wir reden hier von mehr als „nur“ einem Schmuckstück. Wenn Sie die Begeisterung sehen, mit der sich Paare beim Juwelier ihre gemeinsamen Ringe aussuchen, dann beantwortet sich die Frage fast von selbst“, sagt Joachim Dünkelmann vom Bundesverband der Juweliere, Schmuck- und Uhrenfachgeschäfte. „Aber „fürs Leben“ stimmt nicht mehr so ganz: Nach 25 Jahren wird heute sehr oft ein zweites Mal investiert und das Versprechen mit neuen Ringen erneuert. Oft ist dieses zweite Paar Ringe dann in oberster Preislage angesiedelt.

Der Ehering - Ob rechts oder links getragen ist Geschmackssache

Mittlerweile trägt man Trauringe häufig links, traditionell rechts. Es gibt aber weder verbindliche kirchliche noch historische Gründe, an welcher Hand der Ring getragen werden sollte. Der Ringfinger ist entscheidend. In Europa sind fast 94 Prozent der Menschen Rechtshänder, die es vor allem bei körperlicher Arbeit oder einem festen Händedruck als unangenehm empfinden oder Beschädigung fürchten, den Trauring rechts zu tragen. Letztlich spielt es keine Rolle – nur beim Kauf sollte man daran denken, ob man vielleicht wechseln will. Der Juwelier berät gerne, wie die Weite später korrigiert werden kann.