An der Musik sollte man bei der Hochzeit nicht sparen

Jeder nach seinem Geschmack - an der Msuik sollte kein Brautpaar sparen.
Jeder nach seinem Geschmack - an der Msuik sollte kein Brautpaar sparen.
Foto: Getty
Kaum etwas ist für die Stimmung bei der Hochzeitsfeier so wichtig wie die Musik. Ob man eine Playlist abspielt, sich einen DJ leistet oder gleich eine Band - natürlich ist das eine Frage des Geldbeutels. Aber gerade hier sollte das Brautpaar nicht knausern.

Essen. Irgendwann landen sie alle – nach Brautkleid, Brautstrauß, Trauringen, der geeigneten Location und Buffet – unweigerlich auch bei der Musik. Und die gibt den Ton an. Ob sich die Gäste bei der Hochzeitsparty langweilen und die Taftkleider vom langen Sitzen Kniffe kriegen oder am Ende dicke Blasen an den Füßen von einer rauschenden Tanzparty zeugen, bestimmt die Musik. Wie immer gilt auch hier: Alles eine Frage des Geldbeutels!

„Eine Band kostet natürlich das dreifache vom DJ“, sagt Hochzeitsplanerin Nadja Dennersmann. Dafür hat der DJ aber auch ein ganz anderes Repertoire. Weit abgeschlagen ist inzwischen der Alleinunterhalter: „Den Mann am Keyboard gibt es fast nicht mehr“, sagt die Expertin. Wenn er spielt und Hochzeitsgäste unterhält, dann nur noch auf ausdrücklichen Wunsch der Brautleute.

Wer sich für einen Discjockey entscheidet, muss wissen: Es gibt gute und schlechte. Die, die sich auf die Gäste einstellen und die, die einfach ihr Programm herunterspulen. Und immer weiter den Wendler dudeln, auch wenn das Parkett wie leer gefegt scheint. „Gerade beim Thema Musik sollte zur Hochzeit niemand sparen“, empfiehlt Nadja Dennersmann: „Der Funke muss überspringen – und das beherrschen nur Profis. Die kommen auch vorher zum Vorgespräch ins Haus, informieren sich über absolute „No-Gos“ und musikalische Vorlieben der Hochzeitsgesellschaft.

Tanzen bei der Hochzeit - Hochzeitswalzer oder kleine Show

HeiratenAber bevor es soweit ist und die Gäste die Tanzfläche stürmen, steht – meistens jedenfalls – der Eröffnungstanz auf dem Programm. „Eine der wenigen Traditionen, die nach wie vor aufrecht erhalten werden“, weiß die Hochzeitsplanerin. Klassisch ist dann eigentlich der Wiener Walzer, doch muss öfter mal dem langsamen weichen – aus ganz praktischen Erwägungen. Und dann gilt: Der erste Tanz ist für das Brautpaar, und erst wenn sie dazu aufgefordert werden, ist der Weg zum Parkett für alle Paare freigegeben.

Wer es ganz traditionell mag, nimmt Braut und Brautvater zuerst, dieser übergibt die Tochter an den Schwiegervater und der reicht die Dame an Sohn und Bräutigam weiter. Etwas unkomplizierter, was die Etikette anbelangt, ist der „firstdance“: der erste Tanz, den das Brautpaar anbietet und oft extra in der Tanzschule einstudiert hat. Das kann dann ein Medley oder ein kleine Show sein. „Ein Trend, der immer stärker wird“, hat auch Nadja Dennersmann festgestellt. Voraussetzung: Er und sie sollten bereits tanzen können. Das ist allerdings nicht die Regel. „Etwa 80 Prozent aller Paare fragen, welche Tanzschule ich empfehlen kann. Das sind zum einen die, die gar nicht tanzen können und die, die es perfektionieren möchten.“