Hitze im Schlafzimmer: So sorgen Sie für entspannte Nächte

Christine Holthoff
Bei Hitze besser schlafen

Mit diesen Tipps schlafen Sie bei Hitze besser

Sommer, Sonne, Freibad: Viele Menschen lieben die Hitze – tagsüber. Nachts raubt sie uns manchmal den Schlaf. Mit diesen fünf Tipps kommt man besser in den Schlaf.

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Es ist heiß in Deutschland – und viele Menschen können wegen der Hitze nur schlecht schlafen. Diese zwölf Tipps sorgen für Abkühlung.
Berlin. 
  • Wegen der anhaltenden Hitze in Deutschland können viele Menschen nur schlecht schlafen
  • Kein Wunder: In vielen Schlafzimmern liegen die Temperaturen deutlich über 25 Grad
  • Diese Tipps können helfen, um auch bei hohen Temperaturen entspannte Nächte zu haben

Der Sommer ist da und bringt die Menschen in ins Schwitzen. Und das nicht nur tagsüber: Auch nachts ist die Hitze für viele eine Belastung. Besonders in Städten und Ballungsräumen sinkt die Temperatur nach Sonnenuntergang teilweise nicht weit genug, um einen erholsamen Schlaf zu ermöglichen. Und die Zahl dieser heißen Nächte könnte in Zukunft sogar noch zunehmen.

  • Zwischen 1971 und 2000 gab es in Deutschland im Schnitt nur rund eine tropische Nacht pro Jahr.
  • Von einer solchen Nacht spricht man, wenn die Temperaturen nicht unter 20 Grad fallen.
  • Durch den Klimawandel könnte es bald mehr davon geben – in manchen Teilen Deutschlands zwischen vier und acht pro Jahr.

Den Schlaf rauben muss einem das aber nicht. Denn mit einigen Tricks kann man auch bei sommerlichen Temperaturen gut schlafen. Wir haben zwölf Tipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen auch im Sommer entspannte Nächte ermöglichen. Lesen Sie auch:

Hitzetipp 1: Nur mit Bettbezug schlafen

Diesen Trick sollten wir uns von den Südeuropäern abgucken: Statt im Daunenbett schläft man in Spanien, Italien und anderen südlichen Ländern nur mit dünnem Bezug. Gut eignen sich als -Decke auch Bettlaken, wie sie teilweise noch anstatt von Spannbetttüchern verwendet werden.

Hitzetipp 2: Wärmflasche zur Kühlflasche umfunktionieren

Was im Winter mit warmem Wasser funktioniert, hilft im Sommer umgekehrt: Einfach eine Wärmflasche mit Wasser füllen und sie ein paar Stunden in den Kühlschrank legen. Die "Kühlflasche" anschließend ans Fußende des Bettes legen und sich daran erfrischen.

Hitzetipp 3: Nachts nur leichte Kleidung tragen

Dieser Tipp versteht sich eigentlich von selbst. Wer im Hochsommer im molligen Fleece-Schlafanzug zu schlummern versucht, hat von Natur aus schlechte Karten. Besser sind leichte natürliche Stoffe wie Leinen und Seide. Komplett nackt schlafen, sollte man nur, wenn man sich auch zudecken möchte, rät Ingo Fietze vom Schlafmedizinischen Zentrum der Berliner Charité. Andernfalls drohen Erkältungen.

Hitzetipp 4: Vor heißen Nächten lauwarm duschen

Wer sich vor dem Schlafengehen kurz abduscht, regt die körpereigene Kühlung an. Entgegen der Intuition sollte man aber lauwarmes statt kaltes Wasser wählen, empfiehlt die Techniker Krankenkasse (TK). "Erst das warme Wasser öffnet die Poren des Körpers, weil er automatisch versucht, zu kühlen. So findet die aufgestaute Hitze des Tages ihren Weg aus dem Körper", heißt es auf der TK-Website.

Hitzetipp 5: Raumklima im Sommer verbessern

16 bis 18 Grad gelten als ideal zum Einschlafen. Die Luftfeuchtigkeit sollte etwa zwischen 40 und 50 Prozent liegen – gar nicht so einfach bei anhaltender Hitze und Trockenheit. Dem Raumklima auf die Sprünge hilft man laut TK, indem man ein nasses Laken vor das Fenster hängt. Auch mehrere mit Wasser gefüllte Behälter sollen die Luft anfeuchten. Auch interessant:

Hitzetipp 6: Fenster in der Nacht offen lassen

Wenn man das Fenster sowieso gerade schon offen hat, kann man es auch gleich dabei belassen. Erlebt man nicht gerade eine tropische Nacht, bei der die Temperaturen sich kaum von jenen am Tag unterscheiden, bringt die Luft zumindest ein bisschen Abkühlung. Doch Vorsicht: – sonst drohen ein steifer Nacken und eine Erkältung.

Hitzetipp 7: Innerhalb der Wohnung umziehen

Wer kein Problem damit hat, sein Bett zum Schlafen zu verlassen, kann seine Schlafstätte auch einfach an einen kühleren Ort in der Wohnung verlegen. Ein Zimmer an der Nordseite bietet sich dafür an, aber auch die Couch im Erdgeschoss oder Keller. Wer einen geschützten Balkon hat, kann sich sogar überlegen, die Nacht dort zu verbringen.

Hitzetipp 8: Rollos am Tag herunterlassen

Nach dem Aufstehen schon wieder ans Einschlafen denken. Was viele Langschläfer ohnehin gerne tun, zahlt sich gerade im Sommer aus – wenn man ein paar kleine Schritte befolgt. Erstens: Fenster auf und für ein paar Minuten frische Morgenluft ins Zimmer lassen. Zweitens: Fenster wieder zu und Rollos runter. Sonst baut man sich sein eigenes Treibhaus, bei dem die Sonne das Zimmer durch das Glas aufheizt.

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Hitzetipp 9: Im Sommer alleine schlafen

Auch wenn es einigen frisch Verliebten schwerfällt: Wer es nachts kühl haben will, sollte das Kuscheln auf kältere Nächte verschieben. Sonst heizen sich die Körper gegenseitig auf – und liegen am Ende in einer wenig romantischen Schweißpfütze.

Hitzetipp 10: Schlafrhythmus umstellen

Früh ins Bett? Das ist im Sommer eher ein Fehler. "Wenn möglich, sollte man etwas später ins Bett gehen und sich auf kürzere Schlafzeiten einstellen", empfiehlt Professor Fietze. Der Vorteil: Wer spät ins Bett geht, kann bereits vor dem Schlafengehen die kühle Nachtluft ins Zimmer lassen. Die verlorene Nachtruhe kann man am Tag durch ein zusätzliches Nickerchen ausgleichen.

Hitzetipp 11: Leicht zu Abend essen

Wer sich kurz vor dem Einschlafen noch eine große Mahlzeit gönnt, wird im Sommer darunter besonders leiden. Schlechter Schlaf ist dann nämlich vorprogrammiert. Besser ist es, bei hohen Temperaturen auf ein leichtes Abendessen zu setzen.

Hitzetipp 12: Klassische Einschlaftipps beherzigen

Was schon bei normalen Temperaturen beim Einschlafen hilft, kann im Hochsommer nicht falsch sein. Deshalb: Keinen oder wenig Alkohol vor dem Zubettgehen trinken, ebenso wenig Kaffee. Leichte körperliche Betätigung wie ein Spaziergang hilft beim Runterkommen. Aber nur, wenn anschließend kein spannender Film geschaut oder noch die neuesten Mails auf dem Smartphone gecheckt werden.

Dieser Artikel wurde zuerst bei morgenpost.de veröffentlicht.