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Händler müssen nicht immer jede Euro-Note annehmen

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ARCHIV - ILLUSTRATION - Ein 500-Euro-Schein wird am 16.11.2006 übergeben. (Illustrationsbild zum Thema Korruption). (zu dpa "Transparency: Korruption fördert den Populismus" vom 25.01.2017) Foto: Peter Steffen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Foto: dpa
Den 100-Euro-Einkauf in Münzen begleichen oder die Kaugummis mit einem 200-Euro-Schein? Händler müssen solche Zahlungen nicht annehmen.

Berlin. 

Ein Händler muss nicht jede Euro-Note annehmen. Zwar sind Banknoten gesetzliche Zahlungsmittel in unbegrenzter Höhe, erklärt der Bundesverband deutscher Banken in Berlin. Allerdings muss der verwendete Geldschein in einem angemessenen Verhältnis zum Preis der gekauften Ware oder Dienstleistung stehen.

Ein Beispiel: Will ein Käufer eine Packung Kaugummi mit einem 100-Euro-Schein bezahlen, muss der Händler die Banknote nicht annehmen, wenn er glaubhaft versichern kann, dass er zu wenig Wechselgeld in der Kasse hat.

Für Münzen gibt es in Deutschland sogar eine gesetzliche Obergrenze: Niemand ist nach Angaben des Bankenverbandes verpflichtet, mehr als 50 Münzen auf einmal anzunehmen. Das gilt für Geschäfte, Gaststätten, Hotels, Behörden und Tankstellen ebenso wie für Privatpersonen.

Größere Mengen Kleingeld können in beliebiger Stückzahl kostenfrei bei den Filialen der Deutschen Bundesbank in Banknoten eingetauscht werden. Eine Übersicht mit Adressen und Öffnungszeiten gibt es auf der Internetseite der Bundesbank (www.bundesbank.de). (dpa)