Romantik 2.0 - Ein Heiratsantrag auf Twitter

Essen. Beim Microblogging-Dienst Twitter wird pausenlos gequasselt: Meldungen wie "Aufgestanden", "Kaffee kalt", "Müde" bestimmen den Diskurs. Doch auch Gewichtiges findet sich auf 140 Zeichen: Am Sonntag zwitscherte Florian alias "dotdean" seiner "schokodinatorin" Christin einen Heiratsantrag.

Habt ihr Euch im Internet kennengelernt?

Florian: Ja, allerdings nicht auf einer Singleplattform, sondern im Chat eines Radiosenders. Über Instant Messaging und Telefon haben wir uns näher kennengelernt und bei unserem ersten Treffen ist der Funke auch gleich übergesprungen.

War das, was wir da am Sonntag auf Twitter gelesen haben, wirklich der Original-Heiratsantrag?

Florian: Nein, ich habe ihr kurz vorher die entscheidende Frage gestellt. Nur auf Twitter hätte das ja auch schief ausgehen können ;-)

Wie weit wohnt Ihr denn auseinander?

Florian: Wir wohnen seit dreieinhalb Jahren zusammen. Vorher haben wir 180 km voneinander entfernt gewohnt.

Und gab es Reaktionen aus dem Netz?

Florian: Die Reaktionen auf Twitter waren gewaltig! Mit so vielen netten Glückwünschen und allgemeinem Feedback hätten wir nicht gerechnet! Danke auch an dieser Stelle noch mal an alle! Klasse ist der Faktor, dass einzelne Follower den Ablauf und die Organisation unserer Hochzeit mitgestalten wollen und Vorschläge unterbreiten.

Was zeichnet denn die Dame aus - außer einem offensichtlichen Hang zu Schokolade?

Florian: Christin stellt die perfekte Ergänzung zu mir dar. Sie ist zum Beispiel organisiert, realistisch und ebenfalls dezent verrückt. Liebe auf den ersten Blick und der Rest passt dann halt auch noch wie die Faust aufs Auge.

Und jenseits des Netzes?

Florian: Im nichtvirtuellen Leben arbeite ich als Community Manager für ein großes Verlagshaus und Christin ist Assistentin bei einem großen Handelsunternehmen.

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