Roboter bringt Japans Zahnärzten Feingefühl für Patienten bei

Foto: AFP

Tokio. Mehr Feingefühl sollen Japans Zahnärzte mit Hilfe eines Roboters lernen, der bei der Ausbildung von Jung-Dentisten «Aua» rufen kann, wenn ein Nerv angebohrt wird.

Der Roboter, der von der japanischen Firma Kokoro am Mittwoch auf einer Roboter-Messe in Tokio vorgestellt wurde, sieht aus wie eine attraktive junge Frau mit langen schwarzen Haaren und einem rosafarbenen Pullover. Die High-Tech-Patientin kann sogar Anweisungen verstehen und mit Handbewegungen oder Augenrollen auf Schmerz reagieren. Der Roboter namens «Simroid» solle für Fortbildungen und an Zahnarztschulen verwendet werden, sagte Firmensprecher Tatsuo Matsuzaki.

High-Tech-Patientin sagt «Aua»

Die 1,60 Meter große, elektronische Patientin kann auch «Das tut weh» sagen und die Stirn runzeln, wenn das Bohren unangenehm wird. «Weil es so realistisch ist, können Zahnarztschüler die Empfindungen ihrer Patienten regelrecht sehen, sie können gute Fertigkeiten entwickeln und den Patienten nicht wie einen Gegenstand, sondern wie ein menschliches Wesen behandeln», versicherte Matsuzaki. «Auf diese Weise können wir an menschlichem Schmerz anteilnehmen, ohne Menschen wehzutun», sagte der Roboter-Experte. Schließlich sei es wichtig, gute Behandlungstechniken zu lernen, doch «genauso wichtig, zu wissen, wie ein Patient sich fühlt».

Auch für den Fall, dass der attraktive Roboter junge Ärzte zu verbotenen Gesten hinreißen könnte, ist vorgesorgt: Ein Sensor im Bereich der Brust schlägt Alarm, wenn der Zahnarzt seine Hände außerhalb seines Arbeitsbereiches auflegt. (AFP)

 
 

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