Online-Auktionshaus Ebay nimmt Verkäufern mehr Geld ab

„Mein Ein für Alles“ ist der neue Slogan von Ebay. (Foto: dapd)
„Mein Ein für Alles“ ist der neue Slogan von Ebay. (Foto: dapd)
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Seit Montag hat Ebay die Gebühren erhöht. Gab es bisher drei verschiedene Preisstufen, so nimmt das Auktionshaus seit dem 13. Juni neun Prozent Provision unabhängig vom Verkaufspreis. Gerade für Privatkunden kann das deutlich teurer werden.

Essen. Die Zeiten, in denen das Online-Auktionshaus Ebay noch als Flohmarkt diente, sind vorbei. Während sich Fahrradkörbe, Blumentöpfe und Stühle noch unter „Kleinanzeigen“ finden, ist bei Ebay selbst immer mehr von Händlern angebotene Ware zu finden. Für alle Anbieter hat Ebay jetzt die Gebühren erhöht. Gab es bisher drei verschiedene Preisstufen, so nimmt das Auktionshaus seit dem 13. Juni neun Prozent Provision unabhängig vom Verkaufspreis. Dass die Kosten dabei „für einen Großteil der privaten Verkäufe höher liegen werden“, sei dem Anbieter durchaus bewusst, informiert Ebay. Begründet wird die Erhöhung mit einer einfacheren und klareren Gebührenstruktur und einer gleichzeitig „wesentlich attraktiveren und vertrauensvolleren Handelsumgebung“. Nicht betroffen ist übrigens etwa die Verkaufsprovision für Handyverträge, Fahrzeuge, Boote oder Flugzeuge.

Durch die neuen Gebühren kann der Verkauf für Privatpersonen bis zu 70 Prozent teurer werden. In Foren häuft sich die Kritik: „Wer beispielsweise seinen alten PC für 505 Euro vertickt hat, musste bisher einen Betrag von 26,60 Euro bezahlen. Ab dem 13. Juni wird der Verkäufer mit 45,45 Euro zur Kasse gebeten, also 70 Prozent mehr“, rechnet Discountfan.de vor. Nicht ganz richtig, sind die Gebühren doch mit einem Höchstbetrag von 45 Euro gedeckelt. „Ebay wird immer teurer und schafft somit die privaten Anbieter ab“, beschwert sich auch Becki1973 online. „Damit am Ende einer Auktion vom Geld noch etwas übrig bleibt, werden wir uns eine Alternative suchen müssen.“

Die eBay-Gebühren seien weiter absolut wettbewerbsfähig, nimmt das Portal Stellung. Von echter Konkurrenz bleibt Ebay jedoch bisher verschont, andere Portale wie Hood.de oder Spandooly.de weisen weitaus weniger Nutzer auf.

Noch im April verkündete Ebay weltweit übrigens für das erste Quartal einen Gewinnanstieg von 20 Prozent. Bereinigt um Sonderposten wurde ein Gewinn von 47 Cent je Aktie ausgewiesen. Der Umsatz legte um 16 Prozent auf 2,5 Milliarden zu.

Genaue Angaben zu den neuen Gebühren macht Ebay selbst hier.

 
 

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